Forchheimer Pfarrer verabschiedet sich

Martin Schanz möchte die Seelsorge wieder mehr in den Vordergrund seiner Arbeit stellen. Zu seinem letzten Gottesdienst kamen viele Wegbegleiter.

Forchheim.

Zum vorerst letzten Mal hat Pfarrer Martin Schanz am gestrigen Sonntagnachmittag die Kanzel der Forchheimer Kirche bestiegen, um von dort zu predigen. Nach knapp sechs Jahren Dienstzeit, in der er anfangs für die Kirchgemeinden Forchheim und Dörnthal, seit Juni 2017 zusätzlich noch als Vakanzvertretung für die Gemeinden des Kirchspiels Olbernhau zuständig war, verabschiedet sich Martin Schanz nun nach Chemnitz.

Am Rande des Gottesdienstes bezeichnete der Mittfünfziger seine Beweggründe als vielfältig. "Im vergangenen Jahr hatte ich 20 Jahre Ordinationsjubiläum und habe mich Anfang 2019 gefragt: Willst du alles so lassen - oder willst du was ändern", blickt der Theologe zurück, der sich für eine Änderung entschied, die wiederum vorrangig mit der Ausrichtung seines Berufes zum damaligen Zeitpunkt zu tun hatte.

"Ein Pfarrer muss auch Managementaufgaben erfüllen. Das kann ich zwar ganz gut, möchte aber im letzten Drittel meines Dienstes gern die Seelsorge stärker in den Vordergrund stellen", sagt Martin Schanz. In Chemnitz-Rabenstein fand er eine Stelle, in der er beides, Management und Seelsorge, gut miteinander verbunden sieht. Dort wird Martin Schanz sowohl als Gemeindepfarrer, als auch als Polizeiseelsorger seinen Dienst verrichten.

Den gestrigen Gottesdienst nutzten viele Wegbegleiter von Martin Schanz, um ihm für seine Arbeit zu danken und sich von ihm zu verabschieden. "Sie haben sich mit Leidenschaft und auf gute Weise in die Gemeinde eingebracht. Auch in Zeiten, in denen Sie sprichwörtlich auf dem Zahnfleisch gekrochen sind", sagte Superintendent Rainer Findeisen in Anspielung auf berufliche und private Anforderungen.

Von Vertretern der Kirchenvorstände Forchheim und Dörnthal bekam Martin Schanz neben guten Worten auch kleine Geschenke mit auf seinen weiteren Weg. "Wir werden ihn unter anderem als praktischen sowie musikalischen Pfarrer in Erinnerung behalten", sagte Kerstin Friedemann, Vorsitzende des Forchheimer Kirchenvorstandes.

Auch Martin Schanz blickt auf eine für ihn gute Zeit in Forchheim zurück. "Es gab vieles, was zu Beginn aufgearbeitet werden musste. Wir sind hier in den Jahren zusammen gewachsen, ich mit den Gemeinden und Menschen hier und auch die Gemeinden miteinander", so Martin Schanz. Einem Kaffeetrinken im Anschluss an den Gottesdienst folgte eine Grußstunde, während der sich Gemeindemitglieder und Kommunalpolitiker persönlich von Martin Schanz verabschiedeten.

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