Foto mit Herzogspaar bei Besuchern sehr beliebt

Zum Tag der offenen Tür sind 1200 Besucher ins Marienberger Rathaus geströmt. Alle Türen standen offen. Auf besonderes Interesse stieß dabei auch der Sessel des Oberbürgermeisters.

Marienberg.

Ob im Hof bei der Technikschau des Bauhofs oder ganz oben im Rathausturm: Überall im Marienberger Rathaus herrschte am Samstag Gewusel. Die Verwaltung hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen, und gerade am Turm kam es zu Wartezeiten, denn dort wurde immer nur eine abgezählte Anzahl von Besuchern hinaufgelassen. Ein ebenso belagerter Punkt war das Zimmer des Oberbürgermeisters, denn dort durften die Besucher sogar auf dessen Sessel Platz nehmen.

Kiara Unglaube aus Chemnitz war zu Besuch bei ihren Großeltern Anett und Ralf Unglaube in Marienberg und setzte sich auf des Oberbürgermeisters Platz. "Cool", meinte die Siebenjährige. Oberbürgermeister André Heinrich hatte sein Amtszimmer von 9 bis 18 Uhr geöffnet und konnte schon am Mittag über so manch lustige Begegnung berichten. "Ein Kind hatte mich gefragt, wie viele Diener ich denn eigentlich habe", erzählte das Stadtoberhaupt schmunzelnd.

Christoph Ulrich

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Sehr gut nachgefragt war ein Fototermin mit Herzog Heinrich dem Frommen und dessen Frau Katharina von Mecklenburg alias Johannes Schönherr aus Hilmersdorf und Christine Zander aus Lauta. Beide ertrugen das Gedränge mit geradezu stoischer Ruhe.

Von ganz oben bis hinunter ins Stadtarchiv führte der Weg auch an den Zimmern der Bußgeldstelle und des Vollzugsdienstes vorbei. Vor beiden Zimmern war immer ausreichend Platz. "Wir sind recht unliebsame Ämter, man sieht es am Andrang der Besucher. Nicht einmal heute wollen die Besucher etwas mit uns zu tun haben", sagten Livia Weber vom Vollzugsdienst und Jessica Thoß von der Bußgeldstelle scherzhaft.

Mehr zu tun hatte dagegen Kathrin Pöthke vom Stadtarchiv, die auch gern Einblick gewährte. "Unsere älteste Akte, die Stadtrechnung von 1533, ist derzeit zur Restaurierung bei einer Leipziger Firma", sagte die Stadtarchivarin.

Stefan Brand ist früher schon mal im Rathaus ein- und ausgegangen. "Das war während eines Schülerpraktikums 1996, das ich im Ordnungsamt absolviert habe. Seitdem hat sich so viel verändert, und es ist einfach spannend, mal wieder ins Rathaus zu gehen und vor allem dorthin, wo man nicht jeden Tag hinkommt", sagte der Lautaer, der in einer Akte aus dem Jahr 1645 blätterte.

Wolfgang Seifert ist schon oft im Rathaus gewesen, aber zum Tag der offenen Tür sei ein Besuch besonders spannend. "Sehr beeindruckend sind die alten Fotos, auf denen die Veränderungen in der Stadt deutlich zu sehen sind", sagte der Marienberger. Martin Wendrock hatte sich mit seiner Lebensgefährtin Claudia Schalling und den Töchtern Julia und Sarah das Rathaus "von unten bis oben" angesehen. "Das war sehr interessant, und man konnte überall hin", sagte der Marienberger.

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