Freiberg weitet Videoüberwachung aus

Seit im Parkhaus "Am Tivoli" Kameras installiert sind, registriert die Stadt dort kaum noch Probleme. Grund genug, die Technik auch anderswo zu nutzen. Doch das Blickfeld der Geräte bleibt begrenzt.

Freiberg.

Nachdem die Freiberger Stadtverwaltung mit der Videoüberwachung des Parkhauses "Am Tivoli" gute Erfahrungen gemacht hat, reifen Pläne, auch das Parkhaus "Altstadt" an der Schillerstraße mit einer solchen Anlage auszustatten. Das bestätigte Tobias Jaster, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Gebäude- und Flächenmanagement. Die konkrete Planung soll 2019 angegangen und dann auch die Anlage installiert werden, so Jaster.

Im Parkhaus "Am Tivoli" war die Videoüberwachung Anfang dieses Jahres in Betrieb genommen worden. Zuvor hatten Vandalen dort des Öfteren Spuren hinterlassen und Diebe sich an einem Kassenautomaten zu schaffen gemacht. Das ließ nun nach. Jaster: "Es zeigt deutlich, dass mit der Videoüberwachung und den notwendigen Hinweisschildern an den Zugängen der gewünschte Erfolg eingetreten ist."

Auch der Briefkasten des Rathauses soll künftig mithilfe von Kamera-Überwachung vor Vandalismus geschützt werden. "Sobald die Arbeiten am Rathausdach und der Fassade beendet sind, wird auch der Rathausbriefkasten überwacht", sagt Jaster. Bislang behält die Stadt schon den Schlosshof von Schloss Freudenstein, das Stadt- und Bergbaumuseum sowie - während der Schließzeiten des Marktes - den Christmarkt per Kamera im Blick. Dabei geht es ausschließlich um den Schutz der Gebäude und Anlagen, betont die Stadt. "Die Kameras sind beziehungsweise werden so installiert und eingerichtet, dass der öffentliche Verkehrsraum nicht eingesehen werden kann", versichert Betriebsleiter Jaster.

"Während der Überwachungszeiten werden die Uhrzeit und sich dort aufhaltenden Personen aufgenommen und passwortgeschützt aufgezeichnet", bekundet die Verwaltung unter dem Stichwort "Datenschutz" auf ihrer Internet-Seite. "Nach maximal 30 Tagen erfolgt ein automatisches Überschreiben der gespeicherten Daten. Wird eine Straftat festgestellt, werden die Daten des betreffenden Schadenszeitraums an die Polizei übergeben."

Die Videoüberwachung öffentlicher Straßen und Plätze selbst, zu der sich zuletzt noch vor dem gewaltsamen Tod eines Chemnitzers der dortige Stadtrat durchgerungen hatte, ist laut Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) ein "schwieriges Unterfangen". Es könne zwar das Sicherheitsgefühl erhöhen, sei aber auch ein Eingriff in Persönlichkeitsrechte. Krüger: "Ich bin froh, dass die aktuelle Situation in Freiberg derartiges nicht erfordert und bin überzeugt, dass der seit 2016 eingeführte Stadtordnungsdienst sein Nötiges dazu beitragen wird, dass dies auch für die Zukunft so bleibt."

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