Freistaat fördert ländlichen Raum

Projekte in Seiffen, Drebach und Dörnthal profitieren

Seiffen/Drebach/Dörnthal.

Fast fünf Millionen Euro stellt der Freistaat bereit, damit Projekte für die Stärkung des ländlichen Raums umgesetzt werden können. Im Rahmen eines Wettbewerbs des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft hat Staatsminister Thomas Schmidt am Montag in Glauchau die innovativsten Ideen ausgezeichnet. Insgesamt wurden 19 Preise und 39 Anerkennungen mit Prämien in Höhe von 5000 Euro bis 450000 Euro ausgelobt. 334 Beiträge wurden von Vereinen, Unternehmen, privaten Akteuren und den Kommunen eingereicht. "Die überaus große Resonanz auf den Wettbewerb zeigt: Der ländliche Raum hat ein riesiges kreatives und innovatives Potenzial", sagte Schmidt und betonte: "Natürlich sollen die Ideen auch verwirklicht werden." Von den vergebenen Prämien profitieren auch drei Projekte aus der Region.

Zu den Preisträgern zählt die Gemeinde Seiffen. Sie erhält 450.000 Euro für den Aufbau eines Innovations- und Kreativzentrums. Damit soll die Entwicklung der Gemeinde als Zentrum der erzgebirgischen Holzkunst gefördert und einem Trend entgegengewirkt werden. 124 Handwerksunternehmen im Spielzeugdorf gehören der Genossenschaft der Drechsler und Holzspielzeugmacher an. 2022 wird voraussichtlich die Hälfte der Mitglieder über 65 Jahre alt sein. Die Zahl der Betriebe nimmt dadurch kontinuierlich ab. Das neue Zentrum soll Absolventen der ortsansässigen Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule sowie der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Auch Quereinsteiger sind angesprochen. Zudem soll die Vernetzung der Jungunternehmer gefördert werden.

Weitere 5000 Euro gehen nach Drebach. Die Genossenschaft Bürger Energie Drebach hat die Idee, die geplante neue Mehrzweckhalle mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Dazu soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach entstehen und ein Batteriespeichersystem integriert werden. Zudem sind E-Bike- und Elektroauto-Ladestationen geplant.

Auch Carolin Christoph aus Dörnthal hat mit ihrem Projekt überzeugt. Sie will die Dorfscheune "Ebrbudn" im Olbernhauer Ortsteil wiederbeleben. Für ihren Plan, den Teil eines alten Familiengehöfts in einen zentralen Treffpunkt zu verwandelt, erhält sie 5000 Euro.

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