Für Hauptstraße in Blumenau zeichnet sich eine Lösung ab

Dank neuer Deckschicht sollen die Schlaglöcher bald verschwunden sein. Langfristig ist dennoch ein grundhafter Ausbau nötig.

Olbernhau.

Bis zum kompletten Ausbau der Hauptstraße in Blumenau sollen angesichts des hohen Aufwandes noch Jahre vergehen. So lang mag sich auch der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) nicht gedulden. Er machte beim Freistaat nochmals Druck. Offenbar zeigte dies Erfolg. Die Straße soll übergangsweise eine neue Deckschicht erhalten. Damit könnten schon bald die Risse und Schlaglöcher verschwunden sein.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bestätigte gegenüber "Freie Presse", dass eine Vereinbarung geschlossen werden soll. Diese ermöglicht einen Eigenausbau durch die Stadt Olbernhau. Der Freistaat würde also nicht selbst das Vorhaben vorantreiben, sondern nur die Kosten tragen. Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert sagte, dass sich hinsichtlich der Finanzierung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr abgestimmt werde.

Bereits im kommenden Jahr sollen die Arbeiten in dem Olbernhauer Ortsteil starten, so Haustein. Sie sollen sich von Ortseingang bis Ortsausgang erstrecken. Zunächst muss die Planung erstellt werden. Erst danach können die Ausschreibung, die Vergabe, der Bau sowie die Abnahme erfolgen. All dies erfolgt nun in Verantwortung der Stadt Olbernhau. Haustein ist froh, dass damit der jahrelange Stillstand endet. Geschätzte zehn bis 15 Jahre könne die Deckschicht halten. "In dieser Zeit kann der grundhafte Ausbau vorbereitet werden", erklärte er. Dieser sei somit nicht vom Tisch.

Das Lasuv hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich der grundhafte Ausbau sehr aufwendig gestaltet. Denn anders als bei einem Austausch der Deckschicht gibt es bei einer kompletten Erneuerung viele Hürden. So muss der Naturschutz beachtet werden; das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Flöhatal grenzt an. Es gilt, gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen. Zudem fehlt ein ausreichendes Straßenentwässerungssystem. Für den grundhaften Ausbau ist daher ein aufwendiges und langwieriges Planfeststellungsverfahren nötig.

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