Für jungen Goldwäscher läuft es besser als erhofft

Leon Heydrich aus Zschopau konnte nicht viel trainieren. In Finnland nahm er erfolgreich an den Weltmeisterschaften teil und räumte beim Landeswettbewerb ab.

Zschopau.

Wird in diesen Tagen Leon Heydrich nach seinen schönsten Ferienerlebnissen gefragt, so muss er nicht lange überlegen. "Die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Goldwaschen gehört auf alle Fälle dazu", sagt der Zehnjährige. Zum wiederholten Mal konnte sich der Zschopauer mit den Weltbesten der eher außergewöhnlichen Sportart messen.

"Vergangenes Jahr hatte ich gehofft, dass die Weltmeisterschaft in der Zeit der Sommerferien liegt. Der Wunsch ging in Erfüllung, und ich konnte mit meinem Papa nach Finnland fahren", berichtet Leon Heydrich. Hatte er im zurückliegenden Jahr das Ziel, eine Medaille zu gewinnen, so schraubte er in diesem Sommer seine Ansprüche zurück. "Aus verschiedenen Gründen konnte ich kaum trainieren, da habe ich mir nicht all zu viel ausgerechnet", erzählt der Grundschüler.


Mit Platz 5 in der Jugendklasse und Platz 4 in der Kinderklasse unter mehr als 30 Startern lief es dennoch besser als erhofft. Im Teamwettkampf schaffte er es mit einem elfjährigen Finnen und einem gleichaltrigen Schweden nach zwei vorherigen Ausscheidungsrunden bis ins Finale der besten 30 Teams. Am Ende stand dort für den jungen Zschopauer Rang 25 zu Buche. "Wir waren das jüngste Team überhaupt. Profis, Amateure, Kinder und Erwachsene traten gegeneinander an - sogar mein Papa schied vor uns aus", beschreibt der Goldwäscher die Wertigkeit des Teamwettkampfes.

Einmal in Tankavaara vor Ort, beteiligte er sich gleich noch an den Offenen Finnischen Meisterschaften im Goldwaschen. In der Kinderklasse reichte es zu Platz 7. "Ich war zu vorsichtig und die Aufregung zu groß", lautet das Resümee. Bei den Jugendlichen ging er forscher ans Werk. "Als Jüngster sah ich eher wenige Chancen, war lockerer und hatte einen mutigen Auftritt. Und konnte damit Platz 1 abräumen", freut sich Leon Heydrich, der sich seit seinem vierten Lebensjahr mit dem Goldwaschen beschäftigt.

Machten der Konkurrenz in Finnland die eher kalten Temperaturen zu schaffen, so hatte der Zschopauer mit diesen Bedingungen keine Probleme. "Kraft, Geschick und etwas Glück gehören beim Goldwaschen dazu. Wir sind wie eine große Familie und ständig in der Natur", umschreibt der Zehnjährige das eher außergewöhnliche Hobby. Irgendwann einmal möchte Leon Heydrich in Kanada oder den Vereinigten Staaten von Amerika dem Goldwaschen nachgehen. Für nächstes Jahr hat er erst einmal die Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften in Goldkronach und den Weltmeisterschaften in Tschechien ins Auge gefasst. Allerdings müssen dafür die sächsischen Ferientermine wieder passen.

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