Gebürtiger Seiffener macht Abstecher in Heimat

Richard Glöckner studiert in Salzburg Gesang. Im Sommer hatte er sein erstes Engagement. Und er gab ein Konzert, in dem die Liebe und ihre Spielarten im Mittelpunkt standen.

Olbernhau.

Einen Abend voller Sehnsucht und Einsamkeit, aber auch voller Witz und Ironie haben mehr als 100 Besucher eines Chansonabends im Olbernhauer Theater Variabel erlebt. Gesanglich ausgestaltet haben ihn der gebürtige Seiffener Richard Glöckner und Katharina Meissner. Dieter Klug vom Annaberger Theater war am Piano zu erleben. In ihrem Programm namens "Gesucht! Gefunden?" durchstreiften die drei Chansons der vergangenen 100 Jahre, um Liebe in möglichst vielen Spielarten zu beschreiben.

"Katharina habe ich im Rahmen des Gesangsstudiums kennengelernt. Wir waren spontan der Ansicht, dass wir gemeinsam etwas auf die Bühne bringen sollten", erklärt Richard Glöckner die Entstehung des Chansonabends, der amüsant und kurzweilig war, wie auch Besucherin Jule Röber fand, die Richard Glöckner seit der Schule kennt. "Wir haben unter anderem einige Jahre im Chor des Olbernhauer Gymnasiums zusammen gesungen. Singen war und ist für Richard das Größte", so Jule Röber, die sich immer freut, wenn sie ihren ehemaligen Mitschüler wieder einmal in der Heimat sieht.

Denn nach dem Schulabschluss verwirklichte Richard Glöckner seinen Traum, Sänger zu werden. "Nach dem Abitur am Landesgymnasium für Musik in Dresden habe ich zunächst ein Vorbereitungsjahr bei einer Gesangslehrerin absolviert, das ich mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Semperoper kombiniert habe. Im Herbst 2015 habe ich dann ein Gesangsstudium begonnen", so Richard Glöckner, der Anfang 2018 in Rochester (New York) mit dem Lys-Symonette-Preis ausgezeichnet wurde. Mit seiner Interpretation des "Bilbao Songs" aus dem Musical "Happy End" konnte der 23-Jährige die Jury des 20. Lotte-Lenya-Wettbewerbs überzeugen.

"Die Teilnahme an dem Wettbewerb war eine coole Erfahrung", so Richard Glöckner, der sein Studium in Salzburg am Mozarteum danach fortgesetzt hat. Die Semesterferien im Sommer dieses Jahres hat der angehende Tenor auch für sein gesangliches Weiterkommen genutzt. "Da hatte ich mein erstes richtiges Engagement, für das ich mich beworben hatte. Zwei Monate in Schönebeck bei Magdeburg. Dort habe ich bei 23 Vorstellungen des dortigen Operettensommers mitgewirkt und dabei viele Erfahrungen sammeln können", blickt Richard Glöckner zurück, der als nächsten Schritt in seinem Studium den Bachelor of Music machen möchte. Danach steht der Master-Abschluss in der Fachrichtung Gesang auf seiner Wunschliste.

"Wo ich den Master mache, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall im deutschsprachigen Raum. Das Gesamtpaket aus Lehrer, Uni und Nebenfächern muss passen", so Richard Glöckner. Er wird bereits im Dezember wieder in Olbernhau sein, um beim Weihnachtskonzert am 29. Dezember im Theater Variabel zu singen.

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