Gemeinde treibt Ausbau für schnelles Netz voran

Ingenieurbüro übernimmt Breitband-Planungen in Großrückerswalde

Großrückerswalde.

Mit dem Thema schnelles Internet beschäftigen sich die Kommunen im Erzgebirge nunmehr seit Jahren. Neue Fördersätze und geänderte Richtlinien haben den geplanten Breitbandausbau immer wieder verzögert. In Großrückerswalde ist nun ein Beginn der Bauarbeiten in Sicht. Und der Gemeinderat treibt das Millionenprojekt weiter voran.

In der Sitzung am Dienstagabend haben die Volksvertreter einstimmig beschlossen, dass eine Firma aus München den geplanten Breitbandausbau in Großrückerswalde weiterhin begleitet und die Kommune zu wichtigen Fragen berät. Das Unternehmen steht der Gemeinde schon seit Juni vergangenen Jahres unterstützend zur Seite. Die nun abgesegnete Verlängerung des Vertrags bis Jahresende kostet den Ort rund 23.000 Euro, werde aber als Beraterleistung zu 100 Prozent gefördert, erklärt Bauamtsleiter Thomas Hermann. Er betont, dass die Gemeinde auf die Hilfe des Ingenieurbüros angewiesen sei. Überwachung der Planungen, komplizierte Fördermittelverfahren und europaweite Ausschreibungen - ein guter Partner sei dabei wichtig. Zudem hat der Gemeinderat ebenfalls einstimmig die Planungsleistungen für den Breitbandausbau an ein Architektenbüro aus Magdeburg vergeben. Die Kosten hierfür belaufen sich auf weitere fast 28.000 Euro.


Großrückerswalde hat sich beim Verlegen des Glasfasernetzes für das sogenannte Betreibermodell entschieden. Es sei die für die Gemeinde günstigste Variante, betonte Hermann schon im vergangenen Jahr. Demnach lässt die Kommune Leerrohre verlegen und überlässt einem Telekommunikationsunternehmen die Nutzung dieser gegen eine finanzielle Beteiligung. Die nun beauftragte Magdeburger Firma soll in enger Abstimmung mit dem künftigen Pächter das Großprojekt im Detail planen.

Mit dem Breitbandausbau werden künftig die beiden Schulen, das Flugplatzgelände und die Ortsteile Wolfsberg und Streckewalde über schnellere Internetanschlüsse verfügen. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten von rund 2,45 Millionen Euro. Das Vorhaben wird zu 100 Prozent gefördert. "Ich hoffe, dass 2020 angefangen wird zu bauen", antwortet Hermann auf eine Anfrage von Gemeinderätin Kerstin Weber.

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