Gemeinderat Seiffen nimmt Arbeit auf

Große Überraschungen hat die Kommunalwahl nicht gebracht. Dafür stellen die Entwicklungen in der Verwaltungsgemeinschaft die Kommune vor Herausforderungen.

Seiffen.

Eigentlich ist es nur ein formaler Akt: Am Montag ist der neugewählte Seiffener Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen getreten. Am Ende der Tagung gab es dennoch Redebedarf - obwohl die Kommunalwahl keine großen Überraschungen mit sich gebracht hatte.

Nach wie vor ist die CDU die stärkste Kraft im Gremium. Neu sitzen für die Christdemokraten Mathias Ulbricht, Mike Dienel und Manfred Bolzenius im Rat. Für die FDP wurde Michael Bock, für die Wählervereinigung Feuerwehr Alexander Enzmann neu in den Gemeinderat gewählt. Die übrigen Mandatsträger waren schon in der zurückliegenden Legislaturperiode im Gremium vertreten. Als künftige Stellvertreter für Bürgermeister Martin Wittig (CDU) fungieren künftig Jens Walther (CDU), Gerlinde Einbock (CDU) und Marco Barthel (WVF). Auch die Vertreter für den Verwaltungs-, Technischen, sowie den Gemeinschaftsausschuss der Gemeinde wurden gewählt.


In der Fragerunde am Ende der Sitzung gab es dennoch Redebedarf bei den Gemeinderäten. Zentraler Punkt: die jüngsten Entwicklungen in der gemeinsamen Verwaltungsgemeinschaft mit Deutschneudorf und Seiffen. Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass die Deutschneudorfer Bürgermeisterin Claudia Kluge (FDP) juristisch gegen die Umlagebescheide aus Seiffen vorgeht. Für mehrere Gemeinderäte ein Anlass, den aktuellen Stand in Erfahrung zu bringen. Laut Bürgermeister Wittig ist die Gemeinde auf der Suche nach einem Rechtsbeistand. Erneut betonte er das Recht der Nachbargemeinde auf die Klage, wies aber eine Fehlkalkulation der Bescheide, wie von Claudia Kluge vermutet, zurück. Obwohl auf der Tagesordnung nicht vermerkt, wurde daraufhin ein nichtöffentlicher Teil an die Sitzung angeschlossen. Laut sächsischer Gemeindeordnung wird nur dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit getagt, wenn das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner eine nichtöffentliche Behandlung erfordern.

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