Gespanne, Mopeds, Rennpappen

Bei der "Zschopau Classic" sind gestern rund 300 Fahrer an den Start gegangen - bestaunt von Tausenden Motorsportfans. Einige Teilnehmer waren erstmals dabei. Wie hat ihnen die Veranstaltung in der Stadt gefallen?

Zschopau.

Unter blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein haben gestern wieder rund 300 Fahrer die Motorsportherzen der Region einen Gang höher schlagen lassen. Die mittlerweile 18. Auflage der Zschopauer Classic dürfte als voller Erfolg in die Geschichtsbücher der Veranstaltung eingehen - auch, wenn es einige leichte Rutscher gab. Die Stimmung der zirka 3000 Zuschauer und der Veranstalter konnte dies nicht trüben.

"Das war bisher unser größtes Fahrerfeld mit absolut attraktiv besetzten Klassen. Alles verlief reibungslos", berichtet Mitorganisator Gert Wagler. Unterstützung erhielt der Veranstalter des MSC Schwartenberg von der Classic-Rennsport Zschopau, der Stadtverwaltung, der Gornauer Feuerwehr und der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH (RVE).

Rund 60 ehrenamtliche Helfer kümmerten sich gestern um den reibungslosen Ablauf. "Eine absolut schöne Veranstaltung mit tollem Streckenverlauf", schwärmte Helfried Siegel. Der Kirchberger fuhr früher selbst Motorrad und eine Rennpappe, Marke Trabant. Er besucht jedes Jahr mehrere dieser Rennen. "Dieses Wochenende war ich in Zschopau, und nächste Woche geht es zum Pöhlberg-Preis", sagt der 71-Jährige.

"Zschopau ist die Heimat vom Motorsport und natürlich von MZ. Die Stadt genießt diesbezüglich einen guten Ruf. Deswegen ist so eine Veranstaltung mehr als passend für die Motorradstadt", legt sich Christoph Goldschmidt fest. Mit seinem 80 PS starken und 400 Kilogramm schweren Tasco RSM aus dem Jahre 1977 ging der Drebacher bereits zum siebten Mal bei der Zschopauer Classic an den Start.

Premiere feierte dagegen Dirk Mothes. "Wir sind zum ersten Mal in Zschopau dabei und haben es nicht bereut", sagt der Plauener voller Lob. Gemeinsam mit Christiane Neidhardt führte er ein BMW-Seitenwagengespann, das bei einem Hubraum von 800 Kubikzentimetern rund 60 PS auf die Straße bringt. "Eine wunderschöne Veranstaltung, die Strecke wirkt recht sicher und es macht richtig Spaß, hier zu fahren", ergänzt der 53-Jährige. Nächstes Jahr will er auf alle Fälle wieder kommen und sein erst im vergangenen Jahr erworbenes Gespann erneut an den Start bringen.


Lieblingsplatz: Kreisverkehr

In 16 Klassen gingen die 300 Fahrer an den Start.

19 Gespanne und Formelwagen sorgenten für große Aufmerksamkeit.

Fahrer aus Tschechien und der Schweiz bereicherten das prominent besetzte Rennen mit internationaler Atmosphäre.

Die Lieblingsplätze der Besucher:

der Startbereich nebst Fahrerlager, die Dehne-Kurve sowie der Kreisverkehr am Zschopau-Gornauer Einkaufszentrum.

Eine relativ weite Anreise hatte

Ivar Sauter aus dem schweizerischen Rheinfelden. Er fuhr auf einer 1962 gebauten Aermacchi. Den Weg von der Insel Pöhl bis nach Zschopau hatten die Seitenwagenfahrer Peter und Stefan Bruhn aus Fährdorf auf sich genommen. Sie fegten mit einem BMW-Gespann aus dem Jahr 1964 über die Piste. (owi)

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