Glosse : Armageddon im Erzgebirge

Oha, noch vor wenigen Tagen schien es, als wäre das Erzgebirge dem Untergang geweiht. Nicht etwa der Weihnachtsstern war am Himmel aufgetaucht, sondern ein Meteorit, der sich in einen hellglühenden Meteor verwandelte. Armageddon im Erzgebirge. Die Feuerwalze frisst sich ihren Weg. Panik auf der Titanic - oder so ähnlich. Sie naht, die Apokalypse, schoss es dem Erzgebirger durch den verzweifelten Kopf.

So begannen die Menschen sogar schon, eifrig Vorräte anzulegen und Lebensmittel zu horten. Allerorten entstanden in den vergangenen Tagen auf den Marktplätzen hölzerne Vorratsbehälter mit Ausguck zum glühenden Meteor. In ihnen wurden etwa Lebkuchen, Spekulatius, Bratäpfel, Mandeln und Glühwein gehortet. Eben alles, was man so zum Überleben braucht.

Doch zum Glück kam alles anders. Zum Glück gibt es Menschen, die sich einem nahenden Unheil entgegenstellen. So streckte Jens Kandler, Leiter des Sternwarte Drebach, seinen Arm in die Höhe, um den Gesteinsbrocken vom Himmel zu fischen und den drohenden Einschlag zu verhindern. Das war eine heiße Angelegenheit. Doch das Erzgebirge ist gerettet.

Nun werden allerlei Leckermäuler gesucht, die sich für die nicht mehr benötigten Vorräte begeistern und über die Märkte schlendern. Doch Vorsicht ist geboten, eines ist gewiss: Nach dem Meteor ist vor dem Meteor. Darauf erst einmal einen Schluck Glühwein.

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