Gremium diskutiert über Gerät für Straßenbau

Pockau-Lengefeld will eine Maschine zur Sanierung von Schäden kaufen

Pockau-Lengefeld.

Der Beschluss zu einer Anschaffung hat in der jüngsten Sitzung des Stadtrates von Pockau-Lengefeld für eine hitzige Diskussion gesorgt. Die Stadt will kleinere Schäden im kommunalen Straßennetz künftig selbst beseitigen und ein entsprechendes Gerät anschaffen. Doch die vom Bauamt zum Kauf vorgeschlagene Maschine ist dazu offenbar nicht geeignet. Erst die Hinweise eines im Baugewerbe tätigen Stadtrates bewahrten die Kommune vor einem teuren Fehlkauf.

Bisher waren die Sanierungsarbeiten in Absprache mit den Straßenmeistereien geschehen oder ausgeschrieben worden. Um selbst aktiv werden zu können, plante die Stadt, einen sogenannten Asphaltpatcher zu kaufen. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das auf einem Multicar installiert werden kann. Durch eine Gasheizung wird im Inneren der Maschine Bitumen verflüssigt und mit Splitt vermengt. Mit dem Bitumen-Splitt-Gemisch können Risse und kleinere Straßenschäden verfüllt werden, hieß es in der Begründung der geplanten Investition. Die Stadt plante den Kauf eines gebrauchten Gerätes, Baujahr 2015. Kostenpunkt: 9900 Euro. Ein fachkundiger Mitarbeiter für den Bauhof sei schon eingestellt worden, so Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU). Zum Beschluss ist es jedoch nicht gekommen.

Stadtrat Jens Ruhland kritisierte, dass der Asphaltpatcher aus mehreren Gründen ungeeignet für die geplanten Arbeiten sei. "Die Investition wäre ein totaler Fehlkauf. Die Stadt sollte sich stattdessen einen dafür geeigneten Fugengießer kaufen", so Ruhland. Doch das war nicht sein einziger Kritikpunkt. Das Ausbessern von Straßenschäden in Eigenregie würde die Kräfte des ohnehin ausgelasteten Bauhofs noch weiter strapazieren. Generell sei der personelle Aufwand zu hoch, da mindestens drei Personen zur Bedienung der Maschine nötig seien, um auch gleichzeitig die Sicherheit im Straßenverkehr während der Arbeiten gewährleisten zu können.

Bürgermeister Wappler kündigte daraufhin eine erneute Prüfung des Kaufes an. Deren Ergebnis liegt nun vor. "Ich bin froh, dass wir die ursprüngliche Maschine nicht gekauft haben, denn Herr Ruhland hatte mit seiner Kritik Recht", sagte Wappler gegenüber "Freie Presse". Die Stadt sei nun auf der Suche nach der richtigen Maschine für die vorgesehenen Arbeiten.

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