Großprojekt löst Platzproblem an Schule

Die Bildungseinrichtung auf dem Mühlberg in Marienberg erhält für zwei Millionen Euro einen neuen Anbau. Damit sollen sich nicht nur die Lernbedingungen für die Grundschüler verbessern.

Marienberg.

Rund 170 Kinder besuchen derzeit die Grundschule "Heinrich von Trebra" an der Silberallee in Marienberg. Viel mehr können dort auch nicht unterrichtet werden. Denn die Bildungseinrichtung stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. Es herrschen beengte Verhältnisse, erklärt Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos). Es gibt zu wenig Klassenzimmer. Zudem sind individuelle Förderangebote aufgrund fehlender Räume nur unter erschwerten Bedingungen möglich, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Doch das soll sich nun ändern.

Die Schule erhält für voraussichtlich rund zwei Millionen Euro einen neuen Anbau. Die Stadträte von Marienberg haben in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig die entsprechenden außerplanmäßigen Ausgaben abgesegnet. Damit können die Planungen weiter vorangetrieben werden. In diesem Jahr hat die Stadt bereits 50.000 Euro investiert, um verschiedene Varianten zu untersuchen, wie das Schulgebäude erweitert werden kann. Ein Anbau hat sich dabei als wirtschaftlichste Lösung erwiesen.

Die Pläne sehen vor, dass in dem Erweiterungsbau sechs zusätzliche Klassenräume à 70 Quadratmeter entstehen. Zum Projekt gehört zudem der Ausbau des Kellerbereichs, erklärt Stadtsprecherin Gisela Clausnitzer. Dort werden ein Werkraum, ein Technikzimmer und ein Sanitärbereich gebaut. In den Kosten enthalten sind obendrein ein Übergang vom alten Gebäude zum Anbau sowie die Sanierung des Verbindungsbaus zwischen Turnhalle und Schule. Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Die 2020 beginnenden Arbeiten erfolgen weitestgehend bei laufendem Betrieb. Genutzt werden sollen die neuen Räume ab Schuljahresbeginn 2021.

Von dem Millionenprojekt profitieren nicht nur Grundschule und Hort. Seit 2008 ist im Gebäude auch die Förderschule "Johann Ehrenfried Wagner" untergebracht. Aktuell besuchen 45 Schüler in acht Klassen die Bildungseinrichtung des Erzgebirgskreises. Und auch dort besteht Bedarf an zusätzlichen Räumen.

Von dem Erweiterungsbau haben letztlich alle drei Bereiche des Schulkomplexes einen Nutzen, betont Gisela Clausnitzer. Entsprechend beteiligt sich auch der Landkreis als Träger der Förderschule an den anfallenden Baukosten. Ob der Kreis-Anteil über einen Investitionszuschuss oder über zusätzliche Mietzahlungen erfolgt, werde derzeit abgestimmt, heißt es in der Beschlussvorlage des Stadtrats.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro. Darin nicht enthalten ist die Ausstattung. Voraussichtlich wird das Projekt zu 60 Prozent gefördert. CDU-Stadtrat Wolfgang Härtel, der selbst mehr als 27 Jahre als Schulleiter tätig war, freut sich, dass der Ausbau angegangen wird. Es sei ein wichtiger Schritt und eine Investition in die Zukunft.

Dabei ist es bereits der zweite Millionenbetrag, der binnen weniger Jahre in die Trebra-Grundschule investiert wird. 2018 und 2019 wurde die Bildungseinrichtung samt Turnhalle für insgesamt rund 1,6 Millionen Euro sicherer und moderner gemacht. Hauptgrund für die umfangreichen Arbeiten: die brandschutztechnische Ertüchtigung.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...