Grundschüler bringen Ideen für Spielfläche ein

In Olbernhau haben Hortkinder die Ferien für kreatives Gestalten genutzt. Das war beileibe nicht nur Freizeitbeschäftigung: Vielmehr interessiert sich die Verwaltung für ihre Gedanken.

Olbernhau.

Ferien nutzen die meisten Schüler vor allem, um sich zu entspannen. Das haben auch die rund 70 Grundschüler, die in den Winterferien den Hort im Olbernhauer "Schwalbennest" besucht haben, getan. Sie sind sie aber auch kreativ geworden. "Da derzeit an der Goethe-Grundschule ein Anbau entsteht, in den nach der Fertigstellung der Hort einzieht, haben sich die Kinder Gedanken gemacht, wie die Freispielfläche im Außengelände gestaltet werden könnte", erklärt Hortleiterin Heide-Christel Glöckner.

Dazu haben sich die Mädchen und Jungen eine Woche lang im Rahmen eines Projektes umfassend mit dem Thema beschäftigt. Am Ende sollten anschauliche Modelle entstehen, die Mitarbeitern der Stadtverwaltung präsentiert und übergeben werden sollen. "Wir haben zuerst die Baustelle besucht, uns einen Überblick verschafft und dann einen Grundriss der Freifläche angefertigt", sagt Schüler Florian Mühl. Danach wurden Ideen und Wünsche notiert, etwa, welche Elemente das Außengelände enthalten könnte, und es wurden Zeichnungen erstellt. Naturgartenplanerin Silke Kaden aus Waldkirchen unterstützte die Kinder beim Bau der Modelle.

"Erst haben wir aber Materialien gesammelt, die für den Bau erforderlich sind", sagt Florian Mühl. Zusammengetragen wurden unter anderem Kies, kleine Zweige, Steine, Moos, Pflanzenmaterial, Korkverschlüsse, Strick und kleine Papprollen. In Gruppen wurden die Ideen in 13 Modellen umgesetzt. Im Kleinformat entstanden zum Beispiel Baumhäuser, Kletter- und Schaukelgeräte, ein Fußballplatz und eine Half-Pipe für Skateboards.

Hauptamtsleiter Benjamin Flor, dem die Modelle am Ende der Projektwoche präsentiert wurden, war angetan: "Ich finde es gut und ganz wichtig, das sich die Kinder in dieser Form einbringen. Alle Ideen werden sich schon allein aus Platzgründen nicht realisieren lassen. Was aber deutlich wird: Die Kinder wünschen sich eine Freifläche für Bewegung aller Art, einen Bereich für Ballspiele und auch einen Bereich als Rückzugsmöglichkeit."

Auch die Mitarbeiter des Olbernhauer Bauamtes werden sich in den nächsten Tagen die Modelle anschauen und versuchen, daraus einen Plan für die Freispielfläche zu erarbeiten. "Den werden wir auf jeden Fall den Kindern vorstellen und mit ihnen besprechen", so Bauamtsleiter Stefan Procksch, für den die Initiative der Kinder genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt der Bauamtsleiter, nach dessen Worten der Rohbau des rund 2,5 Millionen Euro teuren Projektes bereits seit Anfang Februar fertiggestellt ist. Derzeit warten die Bauleute auf trockenes Wetter, um das Dach abdichten zu können.

Sobald das geschehen ist, kann der Innenausbau intensiviert und, bei günstigem Wetter, ab Anfang April das Wärmeverbundsystem an den Außenwänden montiert werden. Begonnen wurde bereits jetzt mit dem Einbau der Fenster. In den Ferien sind alle Durchbrüche zum Altgebäude ausgeführt sowie die Verlegung der Medien zwischen Alt- und Neubau vorbereitet worden. "Der Fertigstellungstermin Ende November 2020 steht. Im Zuge der weiteren Arbeiten wird auch der Außenbereich, unter Einbeziehung der Ideen der Schüler, gestaltet", so Stefan Procksch.


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