Gymnasiasten tauchen in den englischen Schulalltag ein

Sprachreisen sind fester Bestandteil in Marienberg. Ihre Erlebnisse notieren die Schüler wiederum in Tagebüchern.

Marienberg.

Das Erlernen von Fremdsprachen öffnet den Blick in die Welt, ermöglicht das Kennenlernen anderer Kulturen und die Verständigung mit anderen Menschen. Auch oder gerade deshalb wird am Marienberger Gymnasium ein besonderes Augenmerk auf die Sprachentwicklung der Schüler gelegt. Beispielsweise ermöglicht ein Stipendium der Schulstiftung jährlich bis zu drei begabten, leistungsfähigen und leistungsbereiten Schülern der 11. Klassen, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen. Das geschieht durch die Teilnahme an Kursen in Ländern, in denen Englisch oder Französisch gesprochen wird.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind seit Anfang der 2000er-Jahre zudem Sprachreisen nach Großbritannien. "Damals knüpfte Lehrerin Brigitte Schulz Verbindungen zu einer englischen Privatschule mit angeschlossenem Internat", blickt der amtierende Schulleiter Enrico Huth zurück. Seither reisen Marienberger Gymnasiasten der Klassenstufe 8 am Schuljahresende für zwei Wochen ins Mutterland der englischen Sprache, um dort ihre Englischkenntnisse zu vertiefen. Mehr als 700 waren es in den zurückliegenden Jahren.


"Diese Fahrten sind wichtiger Bestandteil unseres Schulprogrammes", erklärt Kerstin Walther, Englischlehrerin und langjährige verantwortliche Organisatorin der Reisen. Im Juni dieses Jahres begleitete sie gemeinsam mit zwei Englischkollegen eine Gruppe Marienberger Schüler nach Culford, eine Ortschaft rund 100 Kilometer nordöstlich von London. "Wir haben dort 14 Tage lang das volle Unterrichtsprogramm mitgemacht und hatten immer einen straffen Tagesplan", berichtet Luena Leymann, die zu den Teilnehmern gehörte und sich gern an den Aufenthalt erinnert. Da die 46 Marienberger Gymnasiasten im Internat zusammen mit den englischen Schülern gelebt und auch ihre Freizeit verbracht haben, war Englisch für sie plötzlich Umgangssprache. "Genau das wollen wir ja erreichen: Dank der Integration in den Alltag und das Sprechen mit Muttersprachlern werden Hemmungen abgebaut, und die Schüler bekommen Sicherheit in der Anwendung der Sprache", so Kerstin Walther. Ein Effekt, den Justus Ficker bestätigt. "Anfangs war ich ängstlich, Englisch zu sprechen. Am ersten Tag ging es schleppend, nach den ersten Kontakten wurde es aber schnell besser", so der 14-jährige, der - wie alle anderen auch - den Aufenthalt in einem Tagebuch dokumentiert hat. "Darin sind alle Erlebnisse festgehalten, auch Exkursionen, die wir unternommen haben. Selbstverständlich in englischer Sprache", erklärt Justus Ficker. Diese Exkursionen führten die Marienberger unter anderem nach London und an die englische Nordseeküste.

Dass die Reisen zur Sprachentwicklung möglichst vielen folgenden Generationen von Schülern des Marienberger Gymnasiums ermöglicht werden, wünscht sich Ulrike Kleditzsch. "Der Aufenthalt in Culford hat uns klargemacht, dass Sprachen nicht nur Schulfächer sind, sondern praktische Lebenshilfe", betont die Schülerin.

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