Hilfe für kroatische Wehren

Bei einer Spendenaktion im Erzgebirgskreis war Schutzkleidung gefragt. Es kam eine Menge zusammen. Diese reicht noch für ein zweites Hilfsprojekt.

Annaberg-Buchholz/Leipzig.

Gespendete Einsatzkleidung aus dem Erzgebirge wird künftig kroatischen Feuerwehrleuten helfen. Sie konnte kürzlich in Leipzig übergeben werden. Auch wenn Mund-Nasen-Bedeckungen etwas die strahlenden Gesichter der kroatischen Delegation verdeckt hätten, sei ihnen die Freude ins Gesicht geschrieben gewesen, erklärt Paul Schaarschmidt vom Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge. "Wir hatten arge Zweifel, ob die Coronaeinschränkungen noch eine Übergabe im Jahr 2020 möglich machen, nun aber ist es geschafft", so der Fachbereichsleiter Medien und Soziales.

Nach dem Spendenaufruf im Januar 2020 seien weit mehr als die benötigten Bestandteile für 30 persönliche Schutzausrüstungen beim Kreisfeuerwehrverband eingetroffen. Sie wurden zunächst in der Garage von Paul Schaarschmidt gelagert und sortiert. Die Spenden kamen aus dem gesamten Erzgebirgskreis - etwa von den freiwilligen Feuerwehren Heidersdorf, Elterlein, Wernsdorf, Wiesa, Lößnitz, Hermannsdorf, Krumhermersdorf und Eibenstock. Außerdem beteiligte sich das Sachgebiet Katastrophenschutz des Landratsamtes. Anfang Oktober wurden die Schutzkleidungen nach Leipzig-Knautnaundorf gebracht. Am Gerätehaus der dortigen freiwilligen Feuerwehr konnten sie Vertreter des Vereins Eurofire um den Vorsitzenden Matthias Dünkel übergeben. Paul Schaarschmidt: "Da derzeit die Leipziger Gerätehäuser aus Infektionsschutzgründen nicht von Personen außerhalb der eigenen Wehr betreten werden dürfen, hatten die Knautnaundorfer Wehrmitglieder alles abholbereit unter das Carport gestellt. Mit einem Mannschaftstransportwagen waren drei Vertreter aus Kroatien angereist." Das seien der Wehrleiter (Präsident) aus Donji Mosti, Vedran Križnik, sowie der Präsident der Feuerwehr der Stadt Koprivnica, Ivan Golubi, mit seiner Assistentin Ines Štefani gewesen.

Der Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge ist stolz, dass diese Form der Hilfe möglich war und Einsatzkleidung, die den hohen deutschen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügt, nun in Kroatien noch gute Dienste leisten kann. Da weit mehr als die benötigten 30 Schutzkleidungen - bestehend aus Stiefeln, Hosen, Einsatzjacken, Helmen, Gurten und Handschuhen - zusammengekommen sind, wurde die überschüssige Ausrüstung einem anderen Hilfsprojekt für eine ukrainische Feuerwehr zur Verfügung gestellt. (aho)

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