Hin und Her um Neubau geht weiter

Noch ist keine Entscheidung zur Sonderförderung für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Hohndorf gefallen.

Großolbersdorf.

Ob Großolbersdorf für den dringend notwendigen Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Hohndorf mit einer Sonderförderung rechnen kann, ist weiter unklar. Am 9. Januar habe die Gemeinde einen Antrag an das Landratsamt geschickt, sagt Kämmerer Thomas Köhler. Eine Entscheidung sei bisher aber nicht gefallen, wodurch auch die Gemeinde mit ihren Planungen auf der Stelle trete. "Solange nichts entschieden ist, nehmen wir keinen Kredit auf", sagt Großolbersdorfs Bürgermeister Uwe Günther.

Seit bei einem Brand im Juni 2016 in einem Möbelhaus auch das Feuerwehrdepot im Anbau zerstört wurde, müssen die Kameraden mit Notlösungen leben. Fahrzeuge und Ausrüstung sind in zu kleinen und einige Hundert Meter voneinander entfernten Hallen untergebracht. Umkleideräume, Toiletten oder Waschgelegenheiten gibt es nicht. "Untragbare Zustände. Aus der Notlösung wurde ein Dauerzustand", sagt Wehrleiter Rocco Schreiter. Kameraden hätten deswegen schon mit Austritt gedroht.

Der Neubau eines Depots stehe ganz oben auf der Dringlichkeitsliste, beteuert Günther. Ein von der Berufsgenossenschaft der Feuerwehr geprüfter Plan liege vor, nur die Finanzierung sei nicht geklärt. Rund 1,1 Millionen Euro würde der Neubau kosten. "Die Regelförderung des Landkreises beträgt 360.000 Euro", sagt der Bürgermeister. In dringenden Fällen könne der Bau zu 90 Prozent gefördert werden. Es habe bereits Gespräche, Telefonate und Schriftverkehr mit dem Landkreis und der Landesregierung gegeben. Selbst Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie Staatssekretär Günther Schneider (beide CDU) seien über die Situation in Kenntnis gesetzt worden. Antworten habe man weder aus Dresden noch aus Annaberg-Buchholz erhalten. Mitte Juni hatte das Landratsamt erklärt, dass über die Möglichkeit einer 90-prozentigen Förderung Abstimmungen mit dem Staatsministerium laufen. Nun teilte die Pressestelle der Kreisbehörde auf Anfrage mit: Noch sei keine Entscheidung gefallen. Es werde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht.

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