Holzkunst am Flughafen in der Landeshauptstadt kommt an

24 Figuren aus Blockhausen waren gut drei Monate in Dresden zu sehen. Nun sind die Kunstwerke zurück. Doch ob mit der Aktion Touristen ins Erzgebirge gelockt werden können, muss sich zeigen.

Dorfchemnitz/Dresden.

Die 24 lebensgroßen Holzfiguren stehen wieder bei Sauensäger Andreas Martin in Blockhausen bei Dorfchemnitz und begeistern dort die Touristen. "Alles hat wunderbar geklappt - dank der Sicherheitsleute, der Transporteure und meines Teams, das sich in zwei Nächten um den Auf- und Abbau kümmerte", sagt er.

Wer bis vor kurzem vom Dresdner Flughafen abreiste, konnte die Kunstwerke dort bewundern. Angestoßen von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der beim Huskycup 2018 die Idee dazu hatte, konnte das Osterzgebirge im Abflugbereich für sich werben - mit Schnitzkunst, einem lebensgroßen Nussknacker aus dem Neuhausener Museum sowie mit Bildern und Videos. Bis Ende Januar wurden die Figuren am Flughafen rund zwei Monate präsentiert. Ob die Werbeaktion den gewünschten Effekt hat, mehr Touristen anzulocken, werde sich erst im Sommer zeigen. "Aber Gäste haben uns schon Bilder geschickt, auf denen sie sich mit den Figuren fotografiert haben", berichtet er. "Wir sind stolz, an so einem exponierten Ort für das Erzgebirge werben zu dürfen."


Vor allem bei ausländischen Gästen hat das Erzgebirge Defizite - der Anteil liegt laut Tourismusverband Erzgebirge bei vier Prozent. Dass die Ausstellung von vielen internationalen Gästen wahrgenommen wurde, zeigen nicht zuletzt die Bilder davon, die sie im Fotonetzwerk Instagram im Internet geteilt haben. Viele Reisende haben zudem mehr als Fotos mitgenommen, erzählt Petra Siebert, Sprecherin des Dresdner Flughafens. "Das Infomaterial war häufig vergriffen und musste ständig aufgefüllt werden." Die Ausstellung sei eine willkommene Abwechslung im Wartebereich gewesen. In der Vergangenheit hatten schon andere Regionen am Flughafen für sich geworben, etwa Görlitz im Jahr 2016.

Für das Erzgebirge war es eine bis dato einmalige Aktion, berichtet Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge. Zahlen, wie viele Touristen dadurch ein Zimmer buchen, gibt es nicht. "Wir sind im Marketing breit aufgestellt", sagt sie, da könne nicht nachvollzogen werden, wodurch Anfragen ausgelöst wurden. Sie habe sehr positives Feedback für den "unglaublichen Hingucker" bekommen, von Partnern aus der Region, aus dem Dresdner Raum und von Gästen. Ihre Hoffnung: Dass damit auch andere Höhepunkte in Szene gesetzt wurden.

So wurde am Flughafen für die 8000er Blockline geworben - eine Mountainbike-Strecke, die von Seiffen über Blockhausen nach Altenberg verlaufen und in diesem Jahr eröffnet werden soll. Wo im Westerzgebirge der Stoneman Miriquidi Mountainbiker anlockt, soll es damit nun auch ein Angebot im Osterzgebirge geben, aber mit Familien als Zielgruppe. Holzkunst soll sich an der Strecke wiederfinden: "Das wird eine schöne Verbindung zu der Ausstellung am Flughafen", so die Verbandschefin.

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