Hürden für neues Gerätehaus genommen

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Oberneuschönberg finden bald moderne Bedingungen vor. Dafür hatten sie sich lange Zeit eingesetzt.

Olbernhau.

Über ein Danke freut sich wohl jeder Ehrenamtler, mindestens genauso wichtig sind für die Mitglieder der Oberneuschönberger Feuerwehr jedoch gute Bedingungen. Und diese sollen nach längerer Anlaufzeit nun mit dem Neubau des Gerätehauses rasch geschaffen werden. Die Stadt Olbernhau ist guter Dinge: Sie durfte einen Fördermittelbescheid entgegennehmen und hat damit eine weitere entscheidende Hürde überwunden.

Auf 430.000 Euro beläuft sich die Summe, dank der der Neubau auf sicheren Füßen steht. Ohne den Zuschuss wäre das mehr als eine Million Euro teure Vorhaben kaum zu stemmen. Inzwischen hat Landrat Frank Vogel (CDU) den Bescheid feierlich übergeben. Der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) nahm ihn im Beisein von Wehrleiter Stefan Meier sowie dessen Stellvertreter Danny Gamisch entgegen. Damit können die umfangreichen Bauarbeiten noch in diesem Jahr an der Zollstraße starten und möglichst bereits 2021 abgeschlossen werden. Sobald der Anfang März eingereichte Bauantrag genehmigt sei, werde die Ausschreibung erfolgen, erklärte Bauamtsleiter Stefan Procksch.

Dabei war es lange Zeit völlig offen, ab wann die 22 aktiven Kameraden und die 10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter besseren Bedingungen ihren Dienst verrichten können. Immer wieder wiesen sie auf die prekären Verhältnisse ihres jetzigen Domiziles hin: Muss das Einsatzfahrzeug aufgrund der Platzprobleme erst herausgefahren werden, sodass sich die Mitglieder umziehen können, geht wertvolle Zeit verloren. Oft kommt es aber bei den Einsätzen auf jede Sekunde an. Angesichts dessen setzte sich die Stadt für eine Lösung ein. Doch diese gestaltete sich schwierig.

Eine Reihe an Varianten wurde untersucht - alle mussten sie aus ganz verschiedenen Gründen letztlich verworfen werden. So war zeitweise ein Umbau des bestehenden Gerätehauses ins Auge gefasst worden. Dieser Plan scheiterte aber an den Platzverhältnissen, denn neben dem jetzigen Domizil befindet sich eine Buswendestelle. Wäre eine Erweiterung realisiert worden, hätte diese zu weitreichenden Problemen führen können. So bestand die Gefahr, dass Feuerwehr sowie Bus aufeinandertreffen.

Mit dem Kauf des Grundstücks an der Zollstraße fand sich im vergangenen Jahr schließlich eine Lösung, die diverse Vorteile bietet. Das Areal ist günstig gelegen und bietet ausreichend Platz. Olbernhau plant, das Gerätehaus in Massivbauweise zu errichten. Es beherbergt laut Stefan Procksch neben zwei Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge auch moderne Schulungs-, Sozial- und Sanitärräume. (mit geom)

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