Junge Marienbergerin leistet in Ghana ein Jahr erste Hilfe

Josephine Klemm fliegt heute nach Accra. Die 18-Jährige unterstützt das Ghanaische Rote Kreuz. Leben wird sie in einer Gastfamilie.

Marienberg.

Menschen in Not zu helfen, ist das Grundanliegen des Deutschen Roten Kreuzes. Josephine Klemm reist in dieser Mission heute für etwa ein Jahr nach Accra. Gestern ist sie im Marienberger Begegnungszentrum des DRK verabschiedet worden.

In der Hauptstadt des afrikanischen Staates Ghana wird sie den Einheimischen in Schulen und in sozialen Bildungseinrichtungen mit den Grundzügen der Ersten Hilfe vertraut machen. Die Gesundheitserziehung und weitere Unterstützungsarbeiten für das Ghanaische Rote Kreuz bilden weitere Aufgabenbereiche für die 18-Jährige.

Die Marienbergerin hat erst dieses Jahr ihr Abitur gemacht. "Ich wollte gern ein Auslandsjahr absolvieren. Auf der Internetseite des DRK bin ich auf diese Stelle gestoßen", sagt sie. Die genaueren Modalitäten ihrer Arbeit wird sie erst in Ghana erfahren. Das gilt auch für den Ort ihrer Unterbringung. "Ich weiß nur, dass ich bei einer Gastfamilie leben werde", sagt Josephine Klemm. Am meisten vermissen wird sie ihre Familie und ihre Freunde. "Fehlen wird mir dort wahrscheinlich auch mal eine heiße Dusche. Es heißt, dort gibt es nicht immer fließend Wasser und wenn, dann nur kalt. Auch Strom und Internet funktionieren in Ghana nicht gerade zuverlässig", hat sie in Erfahrung gebracht. Vorbereitet auf diese Aufgabe fühlt sich die 18-Jährige bestens. Seit zehn Jahren ist sie beim DRK und hat dort eine - wie sie sagt - sehr gute Ausbildung erfahren.

Außerdem musste sie im Vorfeld des Einsatzes ein Vorbereitungsseminar absolvieren. Auf die fremde Kultur und die Menschen in Accra freut sie sich am meisten.

Eltern, Familie und Freunde standen von Anfang an hinter der jungen Frau. Dabei sei es nicht ganz leicht, die Tochter für ein Jahr in der Fremde, so weit weg von zu Hause zu wissen, räumt ihr Vater Frank Klemm ein. Für den Kreisverband des DRK Mittleres Erzgebirge ist dieser Auslandseinsatz der erste aus den eigenen Reihen. Deshalb freut sich Geschäftsführer Mario Richter sehr über das Engagement von Josephine Klemm. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Jasper bezeichnete den bevorstehenden Einsatz als "großes Abenteuer". "Wir sind für andere da. Das kannst du in Ghana beweisen", betont er.

Kontakt zwischen Deutschland und Ghana soll vor allem über die moderne Technik gehalten werden. Es ist ganz einfach zu verfolgen, welchen Herausforderungen sich Josephine Klemm stellen muss, oder was sie Schönes erlebt. Dazu gibt es einen Blog, auf dem sie ihre Familie, ihre Freunde und alle Interessenten auf dem Laufenden halten will. Erreichbar ist dieser unter www.einjahringhana.de.

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