Kandidatenfeld verringert sich auf drei

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Guido Kolberg und Kristian Hahn sind nicht mehr im Rennen um das Amt des Olbernhauer Bürgermeisters. Von einer Wahlempfehlung sehen sie ab.

Olbernhau.

Es hatte sich angedeutet, nun steht es fest: Zwei der fünf Kandidaten zur Olbernhauer Bürgermeisterwahl geben auf. Wegen ihres schlechten Abschneidens werfen sowohl Guido Kolberg (CDU) als auch Kristian Hahn (parteilos) das Handtuch. Beide erklärten, die verbliebenen Kandidaten nicht unterstützen zu wollen. Damit sind noch Jörg Klaffenbach, Tino Kluge und Michael Rudolph (alle parteilos) im Rennen um den Bürgermeisterposten. Der zweite Wahlgang soll am 3. Juli stattfinden.

Er habe keinen Groll, betont Kristian Hahn, der rund 13 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Ihm gebe es aber zu denken, dass zwei weitgehend Politikunerfahrene im ersten Wahlgang vor denjenigen landeten, die sich seit Jahren engagieren und das Wissen für das Bürgermeisteramt mitbringen. Damit zielt er auf Jörg Klaffenbach, der mit 33 Prozent der Stimmen vorn lag, und Tino Kluge (knapp 23 Prozent) ab.

Die Entscheidung der Bürger für zwei weitgehend Unerfahrene zu stimmen, findet Kolberg "naiv". Sollte einer der beiden Bürgermeister werden, habe er die Chance sich zu beweisen. "Schafft er es nicht, müssen die Bürger damit zurechtkommen." Eine Wahlempfehlung wolle er nicht abgeben. Aus einer solchen Klatsche heraus stehe ihm das nicht zu. Kolberg hatte nur rund neun Prozent der Stimmen geholt.

Weiter im Rennen um den Posten des Bürgermeisters ist Michael Rudolph, der rund 22 Prozent geholt hatte. Auf halber Strecke aufgeben, das komme für ihn nicht in Frage. Er betont: "Ich werde gewinnen." Als Stadt- und Kreisrat bringe er viel Wissen und Erfahrung mit. Genau das sei in den jetzigen unsicheren Zeiten nötig. Er stehe für Stabilität und nicht für Experimente, erklärt er in Hinblick auf die Frage, was er seinen Kontrahenten voraus hat.

"Der von mir vorgeschlagene Ortsbus ist kein Experiment. Er ist das, was die Leute wollen", sagt Jörg Klaffenbach, der sich durch das gute Abschneiden beim ersten Wahlgang bestärkt fühlt. Dass er keine politische Erfahrung mitbringe, sei kein Nachteil. Innerhalb eines Vierteljahres wolle er sich ins Bürgermeisteramt einarbeiten. Er habe den Ehrgeiz, das zu schaffen. Außerdem gebe es Amtsleiter, auf die er sich verlassen könne. So wie Klaffenbach will auch Tino Kluge wirtschaftliches Verständnis einbringen. Das Rathaus müsse wie ein Unternehmen geführt werden, sagt er. Es gebe Amtsleiter, auf die er bauen könne. Insofern sei das Fehlen von Erfahrung kein Nachteil. Tino Kluge will in den kommenden beiden Wochen seine Präsenz erhöhen. Diesbezüglich sieht er ein Defizit zu Klaffenbach, der in der Stadt bekannter sei.

In einem sind sich die verbliebenen Kandidaten einig: Die ausbleibende Unterstützung der ausgeschiedenen Kandidaten sei kein Problem. Alle betonen, dass sie die Wahl aus eigener Kraft heraus gewinnen wollen.

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