Kinder behalten bei Alarm die Ruhe

In der Kita "Flachsröste" in Marienberg hieß es am Freitag "Feuer". Verbunden war die Übung mit einem Aktionstag.

Marienberg.

Kurz nach halb neun ertönte am gestrigen Freitag in der Marienberger Kindertagesstätte "Flachsröste" der Hausalarm: Feuer! Nur Augenblicke später öffneten sich die Fenster der Gruppenräume, aus denen die 65 Kinder samt Erzieherinnen auf die Rettungstreppe stiegen und das Gebäude verließen. Auffällig: Es lief alles sehr ruhig ab, niemand schrie oder hatte Angst.

"Brandschutzübungen wie diese gehören einfach dazu, in der Form einmal jährlich", klärte Kita-Leiterin Katrin Viertel auf, die den Probealarm aber nicht bagatellisieren möchte. "Wir besprechen natürlich das Verhalten bei Feuer, um den Kindern Angst vor der unbekannten Situation zu nehmen. Zudem begehen wir auch unsere Rettungstreppe regelmäßig. Dank der Vorbereitung können die Kinder dann konzentriert an der Übung teilnehmen", so Katrin Viertel, die die Mädchen und Jungen nach dem Verlassen des Hauses zur Sammelstelle vor der benachbarten Meyer-Fabrik begleitete, wo die Vollzähligkeit der Gruppen überprüft wurde. Nach der Rückkehr erwartete die Kinder eine Überraschung: Unter anderem standen Vertreter von Polizei, Deutschem Roten Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund sowie die Feuerwehr auf dem Gelände der Einrichtung. "Wir haben die Übung mit einem Aktionstag verbunden, um die Kinder an Stationen mit der Arbeit derer vertraut zu machen, die im Brandfall anrücken", sagte Katrin Viertel.


Neben einem Blick in Rettungswagen und Polizeiauto, dem Schminken von kleinen Wunden samt deren Verband war das Feuerwehrauto, das der Marienberger Stadtwehrleiter Kay Kretzschmar vorstellte, für die Kinder von größtem Interesse. "Brände in Kindereinrichtungen sind heutzutage glücklicherweise sehr selten. Neben dem Feuer stellen der Rauch und die Brandgase die größte Gefahr dar. Deshalb ist es wichtig, die Kinder bei Übungen früh mit dem Thema zu konfrontieren, auch damit sie bei Feuer besonnen handeln, zum Beispiel einen Erwachsenen informieren können und den sicheren Rettungsweg kennen", so der Feuerwehrmann.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...