Kinder bereiten Wunschessen selbst zu

Marienberger Schüler sind während der Ferien unter die Köche gegangen. Und haben unter der Anleitung eines Profis gearbeitet.

Marienberg.

Ines Kreher hat viele Ideen, aber nicht alle lassen sich auch realisieren. Rodeln in den Winterferien? "Das fällt höchstwahrscheinlich flach", hatte die Leiterin Horts "Bergstadtkids" des Marienberger Förderzentrums "Johann Heinrich Pestalozzi" wegen der zu hohen Temperaturen schon resigniert. Aber Kochen - wie wäre es, wenn die Kinder selbst bestimmen, was sie in den Ferien essen, und nicht nur das, wie käme es an, wenn sie die Speisen auch selbst zubereiten?

Die Schüler der Bildungseinrichtung mit dem Förderschwerpunkt Lernen waren Feuer und Flamme. "Am Montag haben wir den Speiseplan aufgestellt und überlegt, was wir alles dafür brauchen", erzählt Ines Kreher. Dann kamen vier Kinder mit zum Einkaufen. "Wir haben ziemlich viel eingekauft und mussten ganz schön schleppen", sagt André Neubert. Der Zwölfjährige hat ebenso wie viele andere für ein bestimmtes Lieblingsgericht gestimmt. "Das war Pizza. Wir haben aber darauf geachtet, dass sich die Kinder gesund und ausgewogen ernähren und ganz bewusst mit den Lebensmitteln umgehen. Pommes und Schnitzel haben wir erst gar nicht auf den Speiseplan aufgenommen", erzählt Ines Kreher.

Am Montag bereiteten die Schüler Spinat mit Rührei und Kartoffeln zu, am Dienstag stand Hähnchengeschnetzeltes auf dem Speiseplan. Gekocht wurde in der Küche des Schulhorts. Nur nicht am Mittwoch, denn an diesem Tag machten die Mädchen und Jungen einen Ausflug sie in die große Küche des Instituts für Ausbildung Jugendlicher (IAJ) in Marienberg.

"Von dort bekommen wir täglich unser Schulessen", sagt Ines Kreher, die den Kontakt zu Rüdiger Otto gesucht hatte. Der Schlettauer ist Küchenmeister und leitet die Ausbildung der Jugendlichen im IAJ zum Beikoch. Am Mittwoch hatte er gleich viele Beiköche zu beaufsichtigen und die Aufgaben zu verteilen. Geben sollte es an diesem Tag Nudelsalat mit Wiener Würstchen und als Dessert Obstsalat.

Rüdiger Otto war zufrieden mit seiner Mannschaft. "Das lief alles ohne Probleme ab", sagt der Küchenmeister. Sydney Holeschowsy hat den Ausflug genossen: "Es macht alles Spaß, selbst das Abwaschen war nicht schlimm. Und es hat auch noch richtig gut geschmeckt."

Ines Kreher zieht ein positives Fazit nach der ersten Woche des Kochprojekts: "Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache und lernen auch etwas dabei." Für nächste Woche steht unter anderem ein Besuch im Olbernhauer Spielzeugland Stockhausen an. Und zum Abschluss wird gegrillt.

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