Kita Wernsdorf: Planung vergeben

Die Fördermittelzusage aus Dresden steht noch aus. Der Stadtrat hat dennoch vorbereitende Arbeiten auf den Weg gebracht.

Wernsdorf.

Im Rathaus von Pockau-Lengefeld sei extra eine Alarmkette eingerichtet worden, sagte Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) nach der jüngsten Sitzung des Stadtrates in Pockau-Lengefeld. Gemeint ist dabei keine Sicherheitsvorkehrung für den Katastrophenfall, sondern ganz im Gegenteil: Viele Hände sollten zum richtigen Zeitpunkt anpacken, damit die Finanzierung eines der größten Vorhaben der Stadt auch möglichst problemlos ins Rollen kommt: der Neubau der Kindertagesstätte im Ortsteil Wernsdorf.

Auf rund zwei Millionen Euro kalkuliert die Stadt die Kosten für den Neubau aktuell. Davon sollen 75 Prozent aus Fördermitteln des Freistaates bestehen. Doch der angestrebte Fördertopf ist laut Wappler sehr schnell ausgeschöpft: "Deshalb musste am Starttag für die Anträge alles sehr schnell im Rathaus gehen." Kurz nach 9 Uhr habe er den Antrag zur zuständigen Behörde des des Landratsamtes gebracht und sei erster Antragssteller im Erzgebirgskreis gewesen, so der Pockau-Lengefelder Bürgermeister. Ein Förderbescheid ist bisher noch nicht bei der Stadt eingegangen, allerdings geht Wappler davon aus, dass er im Verlauf der kommenden zwei Wochen Antwort erhalten wird.

Unterdessen ist die Kindertagesstätte in Wernsdorf bereits Thema im Stadtrat gewesen. Die Mitglieder des Gremiums hatten trotz des noch nicht vorhandenen Bescheides bereits über die Planung des Tragwerkes zu entscheiden. Den Zuschlag mit einem Kostenumfang in Höhe von 49.400 Euro erhielt ein Planungsbüro aus Altmittweida. Das Unternehmen hat bereits die Objektplanung inne. Es wurde deshalb von der Bauverwaltung explizit vorgeschlagen, da das Büro "einen großen Informationsvorsprung hat", so Bauamtsleiter Frank Lämmel.

Der Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler/SPD/Linke, Ulrich Findeisen, äußerte vor der Abstimmung seine Bedenken, dass Pockau-Lengefeld auf den Planungskosten sitzen bleiben könne, wenn die Stadt keinen positiven Förderbescheid bekommt. Dennoch wurde der Beschluss zur Vergabe von den Stadträten einstimmig gefasst. "Wir wollen die Planung schnell abschließen, damit wir nach der Fördermittelzusage umgehend mit dem Bau beginnen können", sagte Ingolf Wappler zur Begründung der Vergabe. Baurecht für das Vorhaben hatte die Kommune bereits Ende des zurückliegenden Jahres erhalten.

In Wernsdorf soll ein Kita-Neubau für rund 40 Plätze entstehen. Sobald der Ersatz steht, wird die alte Einrichtung abgerissen. Das alte Gebäude entspricht etwa beim Brandschutz nicht mehr den heutigen Anforderungen.


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