Kita wird zum Arbeitsschwerpunkt

In der Heidersdorfer Einrichtung hat eine erneute Formaldehyd- Messung einen Wert knapp über dem Zulässigen ergeben. Jetzt muss gehandelt werden.

Heidersdorf.

Es ist eine deutliche Ansage von Heidersdorfs Bürgermeister Andreas Börner (PBI): "Die Kindertagesstätte wird unser Arbeitsschwerpunkt für die kommenden Monate." Bereits seit einiger Zeit ist in dem Gebäude eine Geruchsbelästigung spürbar. Verantwortlich dafür sind offenbar Formaldehyd-Ausdünstungen aus den Baustoffen. Mehrere Überprüfungen hatten in der Vergangenheit Ergebnisse knapp am Grenzwert von 0,1 Milligramm pro Kubikmeter ergeben. Die jüngste Messung lag nun über dem Zulässigen, auch der Dauerbetrieb eines speziellen Lüfters konnte dem Problem bisher keine Abhilfe schaffen. Jetzt muss die Gemeinde handeln.

Mehrere Platten der Deckenvertäfelung des Gebäudes, die als Quelle der Geruchsbelästigung vermutet werden, müssen entfernt werden. Mit dem Hersteller der Platten hat der Heidersdorfer Bürgermeister bereits Kontakt aufgenommen. "Ich hoffe, dass wir uns ohne großen Ärger einig werden", sagte Börner zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Der Heidersdorfer Bürgermeister hofft, dass sich das Problem außergerichtlich aus der Welt schaffen lässt: "Wir wollen nun versuchen übereinzukommen, dass die Gemeinde die Platten aus dem Gebäude entfernt und der Hersteller die Entsorgung finanziert." Am kommenden Freitag soll dann erneut in der Einrichtung gemessen werden.

Doch die Geruchsbelästigung ist nicht der einzige Punkt in der Kita, an dem gearbeitet werden muss. Für das Gebäude steht noch ein Brandschutzkonzept aus. Zuvor müssen noch offene Fragen ausgeräumt werden. So könne der bereits ausgesuchte Fußbodenbelag nicht verlegt werden, da er nicht das notwendige Brandschutzzertifikat aufweist, so Börner: "Der Fußbodenbelag, den wir uns ausgesucht haben, kann nur auf Betonboden, nicht aber auf Holzdielen verlegt werden." Zur Debatte steht auch der Vorschlag, das Gebäude mit einer Brandmeldeanlage auszurüsten.

In einem anderen Bereich konnte Andreas Börner unterdessen Fortschritte vermelden: Die Spielwiese im Hof der Einrichtung ist fast komplett. Dafür seien neue Spielgeräte angeschafft und bereits aufgestellt worden. Auch das vorgesehene Sonnensegel sei geliefert worden. Nun soll noch eine alte Baracke auf dem Gelände abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das neue Gebäude soll künftig als Stauraum für die Spielgeräte der Einrichtung dienen. Dafür seien zuletzt zusätzliche Fördermittel in Höhe von rund 6000 Euro beantragt worden, so Andreas Börner.

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