Kleiner Hahn beim Krähen ganz groß

Der Sieger des Wettstreits in Drebach hat 67 Mal angeschlagen. Sein größerer Artgenosse hatte keine Chance.

Drebach.

Ein Hollywoodfilm trägt den Titel "Männer, die auf Ziegen starren". In Drebach ist es am Samstag etwas anders gewesen. Da hätte die Traumfabrik den Film "Männer, die auf Hähne starren" drehen können. Denn es war wieder Hähnewettkrähen angesagt. Dabei sitzen zwei Hähne einem Preisrichter gegenüber, der mitzählt und eine Strichliste führt.

Beim 20. Drebacher Hähnewettkrähen sind am Samstag 20 Tiere von ihren Besitzern auserkoren worden, um einmal "die dicke Lippe" zu riskieren. Unter den Männern befand sich mit Jana Türschmann nur eine Frau, die ebenso zwei Hähne mitgebracht hatte. Doch bei Weitem nicht alle Tiere machten das, was ihre Halter von ihnen erwarteten. "Sieben Hähne haben nicht ein einziges Mal gekräht", sagte Johannes Sack vom veranstaltenden Geflügelzüchterverein 1881 Drebach und Umgebung. Bei dem Wettstreit werden zwei Ergebnislisten geführt: eine für große Tiere und eine für Zwerghähne. "Das ist sinnvoll, weil die kleinen Hähne deutlich öfter als die großen krähen", erklärte Johannes Sack. Das Ergebnis verblüffte diesmal selbst ihn, denn noch nie hat ein Besitzer mit seinen Tieren in beiden Kategorien gewonnen.


Ferry Bergmann gelang dies. Sein Hahn der Rasse Deutsches Lachshuhn schlug in 30 Minuten 50 Mal an. Der kleine Kollege der Rasse Zwerglachshuhn schaffte das in der gleichen Zeit sogar 67 Mal. Der Großolbersdorfer war aus beruflichen Gründen verhindert und hatte deshalb seinen Vater, Günter Bergmann, zum Wettstreit geschickt.

Zum Wettkrähen kamen auch einige Zaungäste wie der Drebacher Ronny Herrmann. "Meine beiden Hähne hat der Fuchs geholt, ich muss mir erst wieder neue besorgen", sagte der 85-Jährige.

Hähnekrähen gehöre zum Landleben, meinte Mark Richter. Es gebe zwar Nachbarn, die sich darüber beschwerten. Das seien aber die Zugezogenen, fügte der 46-Jährige hinzu.

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