Klöpplerinnen und Schnitzer stellen aus

Im Haus der Begegnung in Rothenthal ist noch bis Mitte Juni eine Schau zu sehen, die eine ganz besondere Beziehung zu der Kultureinrichtung hat.

Rothenthal.

Der erste Schnitzabend für jedermann im Rothenthaler Haus der Begegnung liegt 26 Jahre zurück. Sowohl Einheimischen als auch Touristen sollte dabei das typisch erzgebirgische Kunsthandwerk näher gebracht werden. Die Premiere wurde gut angenommen, weitere Treffen fanden statt. Sechs Jahre später wurde der Rothenthaler Schnitzzirkel gegründet. Die aktuell zehn Heimatfreunde treffen sich einmal im Monat. Ein Teil der während der vergangenen 20 Jahre entstandenen Arbeiten ist derzeit im Haus der Begegnung ausgestellt. Der andere beinhaltet Arbeiten von zwölf Klöppellehrerinnen des Sächsisch-Erzgebirgischen Klöppelverbandes, der vor 30 Jahren gegründet wurde.

Eine der Ausstellerinnen ist Heike Kleditzsch. Die Pockauerin lehrt das Klöppeln seit 2013. Angefangen hatte für sie alles im Haus der Begegnung. Im Jahr 2009 waren einige ihrer Arbeiten bereits in einer Ausstellung zu sehen. Damals wurde sie für den Sächsisch-Erzgebirgischen Klöppelverband angeworben. Der suchte Klöppellehrerinnen, und so absolvierte sie zwischen 2011 und 2013 eine Ausbildung. Wie ihre derzeit mehr als 50 Kolleginnen im Freistaat darf sie seitdem das Klöppelkunsthandwerk in Schulen als Ganztagsangebot, an der Volkshochschule und privat unterrichten. Sie gehört zudem dem Prüfungsausschuss an. In Rothenthal präsentiert die Pockauerin zurzeit mehrere Arbeiten.

Richard Klöckner fand vor mehr als zehn Jahren über das Schnitzen für jedermann zum Zirkel. Dabei hatte er keinerlei Vorkenntnisse. Alles, was er gelernt hat, schaute er sich bei den derzeit neun Mitstreitern ab. Sie kommen nicht nur aus Rothenthal, sondern auch aus Olbernhau, Blumenau, Hallbach und Sorgau. Jeden ersten Donnerstag im Monat finden die Treffen im Haus der Begegnung statt. Die Teilnehmer sind zwischen 12 und 85 Jahre alt. Richard Klöckner hat die meisten Arbeiten zu der Ausstellung beigesteuert. Dazu gehören eine große Pyramide und eine Modelleisenbahn mit geschnitzten Elementen.

Geöffnet ist das Haus der Begegnung mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr. Zur Sonderausstellung gehören insgesamt 80 Schnitzarbeiten von zehn Ausstellern sowie 81 Klöppelarbeiten von zwölf Klöppellehrerinnen aus Sachsen. Der Eintritt ist frei. Zu sehen ist die Sonderausstellung im Haus der Begegnung noch bis zum 28. Juni.

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