Kraftfahrer sehen Rot auf Scharfensteiner Straße

Zwischen Wilischthal und Scharfenstein häufen sich die Baustellen. Die meisten Einschränkungen sollen in absehbarer Zeit aufgehoben werden. Eine Garantie gibt es nicht.

Zschopau.

Wenn Ulf Melzer auf der Scharfensteiner Straße unterwegs ist, dann ärgert er sich. Jeden Morgen schafft der Venusberger seine Frau mit dem Auto in die Tagespflege nach Zschopau. Auf der Strecke erwarteten ihn in den zurückliegenden Wochen zeitweise vier Ampelregelungen. "Das hat mich etwa zehn Minuten mehr Zeit gekostet", schätzt Melzer. Zudem völlig unverständlich für ihn: An zwei halbseitigen Sperrungen ist seit Monaten kein Bauarbeiter zu sehen. "Auf der Straße sind ja auch noch Löcher zu flicken. Irgendwann muss es doch mal losgehen", schimpft Ulf Melzer.

Zumindest die erste halbseitige Sperrung auf dem Weg nach Zschopau ist seit vorigem Freitag aufgehoben. Die Gornauer Straßenmeisterei hatte am Ortsausgang Venusberg Pflegearbeiten vorgenommen. Leiter René Seidel spricht von Baumfällungen und Felsberäumung. Zudem wurde in einer Kurve der Straßengraben mit einer Dränage versehen und verfüllt. "Weil dort immer Autos reingefahren sind", begründet Seidel. In der Osterferienwoche gab es wegen der Arbeiten eine Vollsperrung, jedoch nur in der Zeit von 7.30 bis 15.30 Uhr. Danach genügte laut Meisterei eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung. Bis die anderen Einschränkungen entlang der Scharfensteiner Straße passé sind, werden sich Kraftfahrer wohl weiter in Geduld üben müssen.

Kabelverlegung vor dem Ortseingang Scharfenstein: Die Telekom repariert Schäden, die vom Hochwasser 2013 herrühren. Im Juni waren dort Leitungen unterspült worden, berichtet Straßenmeister Seidel. Unter einem Bachlauf wurde laut Telekom deshalb ein neues Rohr verlegt, in dem momentan Kabel eingezogen werden. "Die Umschaltarbeiten dauern bis Ende Juni. Danach werden die alten Kabel rausgezogen und die Oberfläche wieder hergestellt", erklärt Pressesprecher Georg von Wagner. Die Sperrung dauere voraussichtlich bis Anfang Juli.

Felsrutsch in Wilischthal: Wohl bei Starkregen hatte sich im Februar ein Felsblock gelöst. Seitdem ist die Fahrspur zum Hang gesperrt. Neben dem Bereich sollen laut Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) weitere Abschnitte mit offenen Felsformationen entlang der Straße begutachtet werden. Derzeit werden dafür Ingenieurleistungen in Auftrag gegeben, sagt Pressesprecherin Isabel Siebert auf Nachfrage. "Bestandteil des Auftrages ist die unverzügliche Festlegung von Sofortmaßnahmen an der Schadstelle mit dem Ziel, die halbseitige Verkehrsraumeinschränkung möglichst bis Ende Mai aufheben zu können", so Siebert. "Das kann aber nur geschehen, wenn keine Gefahr besteht", fügt René Seidel hinzu. Wenn dem so sei, werde er so schnell wie möglich die Felsreste wegräumen und die Fahrspur wieder freigeben.

Defekte Stützwand nahe der Wilischthalbrücke: Das Lasuv legt sich nicht fest, wann der Schaden beseitigt werden soll. Derzeit plane die Behörde die Instandsetzung der defekten Stützwand, berichtet Pressesprecherin Siebert. Im vergangenen Jahr waren auf der Seite zum Zschopaufluss herausgebrochene Steine entdeckt worden. Die Straßenmeisterei Gornau sicherte anschließend die Gefahrenstelle.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...