Kühnhaider Feuerwehr bekommt Löschfahrzeug

Stadtrat Marienberg genehmigt Kauf - Kosten steigen auf 310.000 Euro

Kühnhaide.

Nach dem Umbau ihres Depots erhalten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kühnhaide nun auch ein neues Löschfahrzeug. Das hat der Stadtrat von Marienberg in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Allerdings sorgen Allrad-Problematik und Euro-6-Norm für deutlich höhere Kosten als ursprünglich geplant.

Zwar hat die Ortswehr aktuell bereits ein kleineres Einsatzfahrzeug im Bestand. Allerdings besitzt es keinen Wassertank. Zudem ist es schon 27 Jahre alt. "Deshalb wollen wir was tun", begründet Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) die Ersatzbeschaffung. Gemäß Brandschutzbedarfsplan und Haushaltsplanung wollte die Stadtverwaltung ursprünglich ein mittleres Löschfahrzeug kaufen. Bei der Planung wurde jedoch festgestellt, dass die Fahrzeughersteller kaum Wagen in dieser Größe mit Allrad anbieten. Grund sei die Einführung der Euro-6-Norm, erklärt der Oberbürgermeister. Mit der Änderung der Straßenverkehrszulassungsordnung im Dezember vergangenen Jahres dürfen keine Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 mehr zugelassen werden.

Da für die Sicherheit der Kameraden ein Allradwagen notwendig sei, habe sich die Verwaltung dafür entschieden, statt ein mittleres Löschfahrzeug ein größeres Löschgruppenfahrzeug zu kaufen. Um Mehrausgaben zu reduzieren, soll ein Vorführfahrzeug angeschafft werden. Trotzdem steigen die Gesamtkosten von geplanten 222.000 auf 310.000 Euro. Das Vorhaben wird mit 120.000 Euro gefördert. Die höheren Eigenmittel von 88.000 Euro werden mit der in diesem Jahr durch den Erzgebirgskreis bewilligten zusätzlichen Brandschutzförderung und aus dem Budget für die Ersatzbeschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Ortsfeuerwehr Satzung gedeckt.

Erst im vergangenen Monat wurde in dem Marienberger Ortsteil das neue Depot eingeweiht. Im Sommer 2017 wurde die neue Fahrzeughalle gebaut. Im Februar dieses Jahres erfolgte der Umzug. Daran schloss sich der Umbau des alten Gerätehauses an. Die Kosten für das Domizil der Kameraden belaufen sich auf rund 440.000 Euro. Etwa die Hälfte des Betrags wird gefördert. Dank der Investition befinden sich in Kühnhaide erstmals Fahrzeughalle, Schulungs-, Umkleide- und Sanitärräume an einem Standort. Zudem handelte es sich bereits um die dritte Einweihung von neuen Feuerwehrgebäuden für die Ortsfeuerwehren von Marienberg in diesem Jahr. Zuvor wurden die Depots in Gebirge und Satzung feierlich übergeben.

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