Landesamt lehnt Vorschlag für Tafel an der A 72 ab

Crottendorf wollte mit einem touristischen Schild auf das Räucherkerzenland aufmerksam machen. Doch eine solche Werbung ist nicht erlaubt. An anderer Stelle soll es aber eine Änderung geben.

Crottendorf.

Zehntausende Gäste sind seit der Eröffnung vor etwa einem Jahr in das Räucherkerzenland nach Crottendorf gekommen. Doch ein Antrag der Gemeinde, mit einem Schild an der Autobahn 72 auf die Einrichtung aufmerksam zu machen, wurde vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) abgelehnt. Aus mehreren Gründen, wie es heißt.

Wie Bürgermeister Sebastian Martin im Rat erklärt hatte, wurde der eingereichte Vorschlag als kommerzielle Werbung gewertet. Das sei nicht zulässig. Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert bestätigt das. Ein Grund für die Ablehnung sei tatsächlich gewesen, dass der Inhalt als Werbung missverstanden werden könne. Denn hinter dem Räucherkerzenland steht das Unternehmen Crottendorfer Räucherkerzen, das samt Fördergeld rund 800.000 Euro in den Bau der Einrichtung in einem einstigen Supermarkt investiert hatte.

Wie Isabel Siebert erklärt, gab es aber noch weitere Aspekte, die schließlich zur Ablehnung führten. "Neben dem Hauptablehnungsgrund bestanden die Probleme, dass das Räucherkerzenland zum Zeitpunkt der Antragstellung noch kein ganzes Jahr geöffnet hatte und damit die jährlichen Besucherzahlen noch nicht feststanden", erklärt sie. Und weiter: "Zudem sind an der A 72 an allen für eine solche Tafel denkbaren Abfahrten keine Standorte für touristische Unterrichtungstafeln vorhanden beziehungsweise frei." Im Allgemeinen sollen solche als Hinweise auf touristisch bedeutsame Ziele dienen.

Der bevorzugte Wunsch der Crottendorfer wäre gewesen, ein solches Hinweisschild an der Autobahn zwischen Zwickau und Stollberg zu installieren - damit es für Autofahrer sichtbar ist, die aus Richtung Plauen ins Erzgebirge kommen. Einen ersten Entwurf dafür gab es. Dieser war in Zusammenarbeit mit dem Künstler Artes Pisetsky entstanden. Doch vorerst wird nichts daraus.

Dennoch will Bürgermeister Sebastian Martin die Pläne nicht gleich ad acta legen. Man halte sich offen, es später in geänderter Form erneut zu versuchen. Indes hat der Crottendorfer Gemeinderat eine andere Entscheidung einstimmig befürwortet, die das Räucherkerzenland betrifft. Die bisherige Bushaltestelle "Am Gewerbegebiet" soll umbenannt werden und den Namen der Einrichtung tragen. Das werde der zuständigen Regionalverkehr Erzgebirge GmbH mitgeteilt, wo ein entsprechender Antrag des Unternehmens eingegangen war. Daraufhin sei die Kommune um Zustimmung gebeten worden. Insgesamt betreibe die RVE sechs Haltestellen in Crottendorf und Walthersdorf, eine davon eben ganz in der Nähe des Räucherkerzenlandes.

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