Lengefelder Schule wird zur Baustelle

Zehn Klassenräume der Grund- und Oberschule in Lengefeld sollen modernisiert werden. Einem Stadtrat fehlt dazu jedoch eine Grundsatzentscheidung.

Pockau-Lengefeld.

Die Schülerinnen und Schüler der Lengefelder Grund- und Oberschule können sich freuen. In den Sommerferien sollen die Bauarbeiter anrücken und zehn marode Zimmer in der Einrichtung wieder auf Vordermann bringen - jeweils fünf für die Grund- und fünf für die Oberschüler. Entsprechende Beschlüsse hat der Stadtrat der Kommune in seiner jüngsten Sitzung gefasst.

Im Sommer sollen nun zunächst die elektrischen und sanitären Anlagen in den Klassenzimmern erneuert werden. Anschließend sollen neuer Putz aufgezogen und die Fließen erneuert werden, bevor die Schulräume einen frischen Anstrich bekommen. Abschließend ist geplant, neuen Parkettboden in den Klassenzimmern zu verlegen.


Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) schätzt, dass der Großteil der Arbeiten in den Sommerferien abgeschlossen werden kann. Dennoch merkt er an: "Die sechs Wochen werden dafür wahrscheinlich nicht ganz ausreichen." Der Schulbetrieb soll jedoch nicht durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werden.

Auf insgesamt 267.000 Euro kalkuliert die Stadt die Kosten für das Sanierungsvorhaben, 75 Prozent davon stammen aus Fördermitteln des Freistaates. Allerdings gab es vor der Abstimmung auch kritische Anmerkungen. Stadtrat Michael Gasch (Freie Wähler) bemängelte einen fehlenden Grundsatzbeschluss, welche der drei Grundschulen der Kommune dauerhaft gefördert werden. "Deshalb kann ich in diesen Punkten nicht zustimmen", erklärte Gasch. Bürgermeister Ingolf Wappler räumte zwar den fehlenden Grundsatzbeschluss ein. Allerdings seien die Fördermittel ohne entsprechende Auflagen bereit gestellt worden. "Wir sollten sie deshalb nutzen", so Wappler während der Stadtratssitzung.

Unklarheit herrschte im Stadtrat zunächst auch über einen abgelehnten Kostenvoranschlag einer Baufirma. Das Unternehmen hatte sich laut Bürgermeister Wappler mit einer unverhältnismäßig geringen Kalkulation an der Ausschreibung beteiligt und war deshalb nicht berücksichtigt worden. Mehrere Räte fürchteten deshalb, dass der Stadt nun eine Klage des abgelehnten Unternehmens drohen könnte. Diese Bedenken hält Wappler jedoch für unbegründet. "Wir haben die eingegangen Angebote in der Verwaltung lange diskutiert und sehen die Gefahr einer Klage nicht. Es war ja nicht unsere Absicht, jemanden rauszuekeln", so Wappler.

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