Linke mobilisiert gegen Voith-Schließung

161 Unterschriften haben Mitglieder des Ortsverbandes auf dem Zschopauer Markt gesammelt

Zschopau.

Die Bereitschaft der Leute zu unterschreiben sei sehr groß, sagt Norbert Staffa und zeigt auf die Listen. 161 Menschen haben bisher unterschrieben. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Linken-Ortsverbandes Zschopau und Umgebung war Staffa am Freitag auf dem Markt der Motorradstadt unterwegs, um Unterschriften gegen die geplante Schließung des Voith-Werks zu sammeln. Besonders junge Leute habe man nicht lange bitten müssen, berichtet der Hohndorfer.

Mit der Schließung des Voith-Standortes des Unternehmens würden 85 Arbeitsplätze verloren gehen. "Die letztendliche Deindustrialisierung ist in Zschopau im Gange. Nachdem der einst bedeutende Industriestandort nach 1989 in der Bedeutungslosigkeit versank, versucht man gegenwärtig, auch die Reste wegzufegen", sagt Lothar Kühn, der Vorsitzende des Linken-Ortsverbandes Zschopau und Umgebung und Initiator der Aktion. Die Listen mit den Unterschriften sollen politischen Mandatsträgern mit der Bitte übergeben werden, die Werksschließung abzuwenden.

Im Oktober hatte der Technologiekonzern mitgeteilt, bis Ende 2020 unter anderem den Standort im MZ-Altwerk zu schließen. Künftig solle es weniger und dafür größere, leistungsstärkere Standorte geben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, begründet der Konzern den in der Antriebstechnik-Sparte geplanten Umbau. Rund 230 von etwa 5600 Arbeitsplätzen sollen gestrichen, 370 an andere Standorte verlagert werden. (hd/mik)

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