Märchenhafter Adventskalender

Seit zehn Jahren gestalten Initiatoren in Frauenstein, den Stadtteilen sowie in Hartmannsdorf-Reichenau gemeinsam die Vorweihnachtszeit. Im Kleinen funktioniert zwischen den Kommunen schon lange, was auf Landesebene keine Zustimmung findet.

Frauenstein/Hartmannsdorf-Reichenau.

Märchenumzug, Modellbahnromantik, Bommeln basteln, Weihnachtslieder singen, Nikolausstiefel putzen, Lebkuchenwerkstatt - noch vieles ließe sich aufzählen, das in den Adventskalender von Frauenstein und Hartmannsdorf-Reichenau gehört. Zum zehnten Mal öffnet sich morgen das erste "Türchen". Konkret: Die Kinder der Tagesstätte "Turmbergspatzen" in Burkersdorf laden zu einem Theaterstück ein. Einen Tag später wird beim Lichterfest in Reichenau die Adventszeit sozusagen auch eingeleuchtet. Ein Märchenpfad führt die Besucher zum Weihnachtsmann - und der muss aufgeweckt werden.

Was klein angefangen hat, ist inzwischen zu einer lebensfrohen Veranstaltung in der Vorweihnachtszeit geworden - in den beiden Kommunen, die nicht nur kulturell zusammenwirken, sondern auch eine "Ehe" eingehen wollen. Dieses Ansinnen besteht seit 2012, wurde jedoch vom Freistaat bislang abgelehnt. Nun sind die Nachbarkommunen vor das Oberverwaltungsgericht gezogen.


Von dem politischen Hin und Her lassen sich die Macher des Adventskalenders nicht beeindrucken. Die Bewohner in den fünf Frauensteiner Stadtteilen und in Hartmannsdorf-Reichenau gestalten ihren Kalender gemeinsam. "Etwa sieben Organisatoren beginnen Ende August damit", sagt der Frauensteiner Steffen Quak. Um den Kalender bunt zu mixen, sprechen sie Gewerbetreibende, Vereine, Firmen und Einrichtungen, aber auch interessierte Privatpersonen an. "Andere melden sich bei uns, weil sie mitmachen wollen." Wichtig sei die Abwechslung für den Adventskalender und das Koordinieren der Angebote zu 24 "Türchen", bei denen traditionell das Krippenspiel in der Frauensteiner Kirche Heiligabend Höhepunkt und Abschluss zugleich ist. "Weil alle Ortsteile von Frauenstein und Hartmannsdorf-Reichenau dabei sind, haben wir immer genügend Mitwirkende", sagt Steffen Quak. Zudem wird akribisch Buch geführt, wer wann mit dabei war - Wiederholungen sind erlaubt.

Liebevoll und ideenreich gestalte jeder sein "Türchen", das sich jeweils ab 17.30 Uhr für kleine und große Besucher öffnet. Zwischen 10 und 120 Besucher kämen täglich, sagt Steffen Quak. Für die Kalender-Mitwirkenden stellen die Organisatoren nur eine Bedingung: "Jeder muss die Kalenderzahl selbst gestalten, an der er einlädt, und sie muss ab 1. Dezember sichtbar für jedermann sein", erklärt der 47-Jährige. Denn nicht wenige würden dann schon einmal schauen, wo sich das nächste Türchen öffnet./

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