Marienberger Haushalt im grünen Bereich

Kämmerin Heike Dachselt stellt im Stadtrat Halbjahresbilanz vor

Marienberg.

Der Marienberger Haushalt mit Einnahmen und Ausgaben befindet sich im grünen Bereich. Darüber informierte Kämmerin Heike Dachselt während der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Am Ende der Zusammenkunft stellte die Beigeordnete die Halbjahresbilanz zur Haushaltserfüllung 2019 vor - so wie es das Gesetz vorgibt.

Entsprechend den Vorschriften der sächsischen Gemeindeordnung muss die Verwaltung den Stadtrat über die Entwicklung der Haushaltswirtschaft im laufenden Jahr informieren. Demnach zeige die Entwicklung bis einschließlich 30. Juni keine negativen Auswirkungen für das geplante Ergebnis. Auch die Liquidität - also die Geldreserven auf den städtischen Konten - sei nicht gefährdet, informierte Heike Dachselt.

Grund für den Zwischenbericht sind etwaige Abweichungen zu den ursprünglichen Finanzplänen. Erwähnenswert sind dabei die Gewerbesteuereinnahmen. Im Etat für 2019 sind Erträge von 4,2 Millionen Euro veranschlagt. Doch bereits jetzt lässt sich abschätzen, dass bis Jahresende Mehreinnahmen in Höhe von 800.000 Euro verbucht werden können, erläuterte die Kämmerin. Davon wiederum seien bereits exakt 277.500 Euro für höhere Kosten in anderen Bereichen reinvestiert worden. Allein für den Winterdienst wurden bislang zusätzliche 200.000 Euro notwendig, für die Unterhaltung der städtischen Gebäude zudem 70.000 Euro. Die Kosten für die Schneeberäumung stellen ohnehin einen Schwerpunkt in diesem Jahr dar. Für die bevorstehende Wintersaison ist mit nochmals 100.000 Euro Mehrkosten zu rechnen.

Ein Problem vieler anderer Kommunen versucht die Verwaltung der Bergstadt derweil zu umgehen. Wer derzeit viel Geld auf dem Konto liegen hat, muss Negativzinsen zahlen. Das gilt auch für die Liquiditätsreserven der Städten und Gemeinden. Auf Anfrage von SPD-Stadtrat Enrico Haustein, ob Marienberg Schwierigkeiten wegen Strafzinsen hat, erklärte Heike Dachselt, dass die liquiden Mittel der Stadt auf mehreren Konten verteilt seien, um das Problem zu vermeiden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...