Marienberger Schulgarten gewinnt landesweiten Vergleich

Das Gymnasium hat den zehnten sächsischen Schulgartenwettbewerb gewonnen. Die Arbeit für die Schüler ist damit aber nicht beendet.

Marienberg.

Innerhalb von zwei Jahren haben Schüler des Ganztagsangebotes "Lebendiger Schulhof" aus dem Schulhof des Marienberger Gymnasiums eine grüne Oase erschaffen. Damit konnten die Erzgebirger beim zehnten sächsischen Schulgartenwettbewerb den ersten Preis gewinnen. Etwa 50 Bewerber hatten sich der Jury gestellt. "Für uns ist das ein sehr großer Erfolg. Wir sind stolz", betont der amtierende Schulleiter Enrico Huth. "Wir haben das mit Schülern, Lehrer, Eltern und externen Partnern geschafft." Das wurde auch in der Laudation der Jury lobend erwähnt.

Von den Schülern wird der neue Garten sehr gut angenommen. In den Pausen nutzen sie Klettermöglichkeiten, Bänke, große Hängematte und Tischtennisplatten. Für den Unterricht dient der Schulhof als grünes Klassenzimmer. Die große Vielfalt heimischer Pflanzen hatte auch die Jury beeindruckt. Die infrage kommenden Arten haben die Mitwirkenden mit Fachleuten vom Förderverein Natura Miriquidica ausgewählt. Naturgartenplanerin Silke Kaden stand ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. Sogar ein Teich befindet sich mittlerweile auf dem lebendigen Schulhof. Entstanden ist dabei auch ein Paradies für Insekten und Vögel.

"Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten nie, wir müssen den Schulgarten pflegen", sagt Biologielehrerin Maxi Schubert. Im Frühjahr gilt es, unter anderem abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen. Diese Aufgabe wird von den Teilnehmern des Ganztagsangebotes abgesichert. Mit Beginn des nächsten Schuljahres erhalten erstmals auch die neuen Fünftklässler Verantwortung für die Pflege. Das mit dem Gewinn des Wettbewerbs errungene Preisgeld in Höhe von 2500 Euro wird in den Garten und dessen Pflege investiert.


Schmackhafte Ernte

Nathalie Köhler (12 Jahre aus Pobershau, Klasse 6a): "Ich bin ein Gartenfan. Dort ist es schön grün und im Sommer bunt. Überall blüht es. Zu Hause habe ich auch ein eigenes Beet im Garten. Das versorge ich selbst. Dort wachsen Salat, Radieschen und Zuckererbsen. Momentan sieht es nach einer guten Ernte aus. So viel Arbeit ist es gar nicht und sie macht außerdem Spaß. Schließlich bin ich gern an der frischen Luft. Was ich dort ernte, schmeckt einfach alles lecker und ich weiß genau, was drin ist. Das Unkrautjäten finde ich nicht lästig. Ich helfe meinen Eltern regelmäßig dabei. Außerdem ist es einfach notwendig, damit sich alles gut entwickeln kann. Von Schädlingen sind wir bislang verschont geblieben. Der Garten ist auch eine Möglichkeit, mal abzuschalten und sich zu erholen."


Lästiges Unkraut

Camilla Martin (11 Jahre aus Pobershau, Klasse 5c): "Wir haben zu Hause einen großen Garten. Dort bin ich häufig zu finden. Ich habe ein eigenes Beet, dass ich alleine versorge. Angebaut habe ich dieses Jahr Zwiebeln und Möhren. Beides esse ich sehr gerne. Wenn man es selber anbaut, schmeckt es sogar noch ein bisschen besser. Ich habe sogar Rosen gepflanzt. Die weiße ist leider eingegangen. Dagegen entwickelt sich die rote sehr gut. Warum sie so unterschiedlich gut gedeihen, weiß ich leider nicht. Ich habe sogar ein kleines Gewächshaus mit Gurken und Erdbeeren. Auch hier sieht es nach einer ordentlichen Ernte aus. Unkraut jäten muss ich auch. Das mache ich allerdings weniger gern. Es gehört aber dazu. Da muss man durch. Wir helfen da zu Hause einander gegenseitig."


Ländliches Verständnis

Larissa Stopfkuchen (12 Jahre aus Pobershau, Klasse 6a): "Ich bin gerne im Garten. Zum Glück haben wir zu Hause einen recht großen. Bei uns wachsen unter anderem Erdbeeren, Himbeeren, Salate, Gurken und Tomaten. Ein Beet und ein kleines Gewächshaus versorge ich dabei ganz allein. Mit meinen Erdbeeren, Gurken und Zwiebeln habe ich dieses Jahr wahrscheinlich Glück. Ich bin gern draußen. Wenn man im Garten arbeitet, hat man auch noch was davon. Gut, das Unkrautjäten ist nicht immer so besonders schön. Es gehört aber dazu, wenn etwas wachsen und gedeihen soll. Schließlich kann man sich dann an der Ernte erfreuen. Ernten und essen machen am meisten Spaß. Ich kenne viele in meinem Alter, die das so sehen. Das ist auf dem Land wahrscheinlich noch oft so."

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