Maschine macht Glyphosat überflüssig

Unkrautvernichter soll in Marienberg nicht mehr eingesetzt werden

Marienberg.

Es ist ein wahres Wortungetüm: die Heißwasserwildkrautbekämpfungsmaschine. Doch dahinter verbirgt sich ein nützliches und vor allem umweltfreundliches Gerät. Denn es soll den Einsatz von Glyphosat bei der Unkrautvernichtung komplett überflüssig machen. Die Bergstadt Marienberg hat sich nun eine solche Maschine angeschafft.

Der neu gewählte Verwaltungsausschuss hat in seiner ersten Sitzung einstimmig den Kauf einer Heißwasserwildkrautbekämpfungs- maschine beschlossen. Den Zuschlag erhielt ein Unternehmen aus Grünhainichen, das mit 54.500 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte und damit sogar die ursprünglich von der Verwaltung geplanten Kosten von 60.000 Euro unterschreitet. Das neue Gerät für den städtischen Bauhof soll im November dieses Jahres ausgeliefert werden. Die finanziellen Mittel sind im Haushalt 2019 eingestellt.


"Wir wollen glyphosatfrei arbeiten. Und das ist nur mit dem Gerät möglich. Damit ist Giftspritzen nicht mehr notwendig", betont Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos). Mit der Maschine soll Unkraut mit 100 Prozent Wasser, das auf 90 bis 98 Grad Celsius erhitzt wird, bekämpft werden.

Bislang wird Glyphosat in der Bergstadt noch eingeschränkt zur Unkrautvernichtung an Straßen und Gehwegen eingesetzt. Spielplätze und naturgeschützte Flächen sind generell ausgenommen. Im Februar vergangenen Jahres hatte der damalige Grünen-Stadtrat Klaus-Ekkehard Köhler die Diskussion über ein Verbot des am häufigsten eingesetzten Pflanzengiftes zum Anlass genommen, das Thema im Stadtrat anzusprechen. Bei Glyphosat wird vermutet, das es krebserregend ist. Damals sagte Heinrich, dass die Verwaltung Alternativen prüfen werde. Nun hat die Stadt eine entsprechende Heißwasserwildkrautbekämpfungsmaschine gekauft. (rickh)

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