Medienfestival "Grenzgänger" steht vor dem Aus

Die erhoffte Resonanz auf das Kultur- und Medienfestival ist ausgeblieben. Die Initiatoren machen das Beste aus der Situation - und improvisieren.

Marienberg.

Die Enttäuschung ist riesig bei den Initiatoren von der Marienberger Baldauf-Villa und dem Regionalfernsehen Mittelerzgebirge. Denn bei der zwölften Auflage des erzgebirgischen Kultur- und Medienfestivals "Grenzgänger" wird es erstmals keine Preisverleihung geben. Die Veranstalter ziehen damit die Konsequenz aus den wenigen Vorschlägen, die zum Thema Mundart eingereicht wurden. Und sogar das Festival steht vor dem Aus.

"Da die Anzahl an Einreichungen deutlich hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben ist, wird es in diesem Jahr keine Preisverleihung geben", bestätigt Nicole Fugmann-Müller vom Regionalfernsehen. Die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins der Baldauf-Villa erklärt, dass nur sieben Vorschläge für den Medienpreis abgegeben wurden. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 63. Auch zu den vorhergehenden Auflagen waren stets um die 70 Beiträge eingegangen.

Fördervereinsvorsitzender Frank Langer ist sehr enttäuscht. Er und Fugmann-Müller haben nach Gründen für die geringe Resonanz gesucht. "Woran es liegt? Schwer zu sagen", sagt Langer.

Die Initiatoren wollen aber das Beste aus der Situation machen - und improvisieren. Die eingereichten Beiträge sollen am Freitag ab 19 Uhr im Funkhaus des Regionalfernsehens an der Dörfelstraße 7 in Marienberg bei einem Mundart-Slam gewürdigt werden. Die Teilnehmer können im Stil eines Poetry-Slams mit einer kurzen Darbietung ihre Filme, Gedichte und Liedtexte dem Publikum präsentieren. "Zuschauer und spontane Teilnehmer sind eingeladen. Wir bitten aber um eine Voranmeldung", sagt Fugmann-Müller. Im Anschluss an den Mundart-Slam können die Besucher einen Blick hinter die Kulissen des Fernsehens werfen. Zudem zeigt die Redaktion Leckerbissen aus ihrem Archiv. Ein großes Regal aus VHS-Kassetten beinhaltet Material aus 32 Jahren Regional-TV. Am Sonntag von 10 bis 14 Uhr folgt schließlich das zweite Mundart-Frühstück in der Marienberger Baldauf-Villa.

Ob es eine Neuauflage des "Grenzgängers" geben wird, ist derweil völlig unklar. Fest steht, dass das Kultur- und Medienfestival in dieser Form nächstes Jahr nicht noch einmal stattfinden wird. "Es muss Veränderungen geben. Welche, darüber werden wir im Förderverein noch sprechen", so Fugamnn- Müller.einreicher@grenzgaenger- fernsehpreis.de

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