Ministerpräsident besucht Feuerwehr

Michael Kretschmer hat bei seiner Erzgebirgstour am Montag auch das neue Depot in Kühnhaide begutachtet. Dabei wurden ebenso Probleme offen angesprochen.

Kühnhaide.

Einmal stabile Seitenlage, Herr Ministerpräsident. Die Kinder der Freiwilligen Feuerwehr Kühnhaide haben Michael Kretschmer (CDU) am Montag präsentiert, was sie im Training bereits alles gelernt haben. Doch der Besuch des sächsischen Regierungschefs im kältesten Ort Deutschlands wurde auch genutzt, um Probleme und Herausforderungen im ländlichen Raum anzusprechen.

Im Beisein von Ortswehrleiter Frank Langer und Landrat Frank Vogel (CDU) erklärte Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich (parteilos) die besondere Struktur der Brandbekämpfer in der Bergstadt. 14 Wehren sind für ein Gebiet von 135 Quadratkilometern zuständig. Wie wichtig die Präsenz der Feuerwehr in allen Orten sei, habe erst der jüngste Einsatz wegen Schneebruchs gezeigt. Die Straßen nach Kühnhaide und Rübenau waren mehr als einen Tag lang gesperrt. Um gut arbeiten zu können, müssen die Ortswehren entsprechend ausgestattet sein. Das neue, fast 450.000 Euro teure Depot in Kühnhaide wurde erst im vergangenen Jahr eingeweiht - auch dank der rund 50-prozentigen Förderung des Freistaats.

Doch es sind weitere Investitionen in der Region notwendig. Vor allem in die Infrastruktur: Heinrich kritisierte den Zustand der Staatsstraßen zwischen Olbernhau und Reitzenhain sowie zwischen Marienberg und Großrückerswalde, sprach von katastrophalen Zuständen, die in Dresden und beim Landesstraßenbauamt bekannt seien. "Da muss man dran bleiben", stellte Kretschmer Besserung zumindest in Aussicht.

Ansonsten lobte Heinrich die bisherige Arbeit des Ministerpräsidenten: Die 60 Bürgermeister des Erzgebirges, die zuvor mit Kretschmer in Annaberg ins Gespräch gekommen waren, seien sich einig. In dem einen Jahr seit seinem letzten Besuch im Erzgebirge habe sich viel bewegt. Und: Er habe keine der ihm gestellten Aufgaben vergessen, betonte Marienbergs Oberbürgermeister.

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