Missionsflieger kommen wieder

Auch 2020 soll sich in der Gaststätte "Am Flugzeug" wieder alles um Luft- und Raumfahrt drehen. Erste Höhepunkte stehen fest.

Cämmerswalde.

Mit Matthias und Mandy Glass kommen Ende Februar zwei Missionsflieger, die in Papua-Neuguinea tätig sind, erneut zum Fliegerstammtisch des Flugsportvereines Schwartenberg nach Cämmerswalde. Die beiden waren mit einem Vortrag bereits vor zwei Jahren dort zu Gast.

Zudem stehen Themen wie der Flugzeugbau in Dresden, deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte und ebenso die Wirkung des Kohlendioxides auf dem Jahresplan des Fliegerstammtisches für 2020. Das verkündete Joachim Horschig, einer der Organisatoren des Treffens, das jeden letzten Sonnabend im Monat in der Gaststätte "Am Flugzeug" in Cämmerswalde stattfindet.

"Es wird immer schwieriger, Referenten und Zeitzeugen für unseren Stammtisch zu finden. Roland Sperling und ich sind ständig bemüht, interessante Themen und einen kompetenten Vertreter zu gewinnen", erzählt Joachim Horschig. Beide Organisatoren waren zu DDR-Zeiten Flugzeugingenieure. Mit Gastgeber Dietmar Hetze, dem Chef des Flugzeugmuseums in der Erzgebirgsgemeinde, organisieren und leiten sie seit 1991 den Fliegerstammtisch.

2019 fanden zwölf Veranstaltungen mit rund 300 Gästen statt. So war Volkmar Steinert aus Berlin zu Gast. Er berichtete über seine 50-jährige Tätigkeit als Pilot und erzählte von seiner Arbeit auf dem Berliner Flughafen Tegel bei der Restaurierung einer IL-14 P. Christian Köhler, der Vorsitzende des Chemnitzer Vereins für Luftfahrt, berichtete in einem Vortrag mit historischen Aufnahmen über die Ballonfliegerei gestern und heute. Diese besitzt auch in Chemnitz eine über 125-jährige Tradition.

Im September gedachten die Teilnehmer Sigmund Jähns, der wenige Tage zuvor verstorben war. 1978 war Jähn als erster Deutscher ins Weltall geflogen. "Wir haben uns sehr oft bemüht, Sigmund Jähn an unseren Stammtisch zu bekommen, doch leider konnte er uns diesen Wunsch nicht mehr erfüllen", sagt Joachim Horschig, der am Stammtisch wichtige Stationen aus dem Leben des ersten deutschen Kosmonauten schilderte.

Für Mitorganisator Dietmar Hetze wurde ein Zusammentreffen mit Sigmund Jähn vor 20 Jahren Wirklichkeit. "Er war damals bei uns ganz privat Kaffee trinken und interessierte sich natürlich sehr für unsere Ausstellung mit der IL-14 P und der MIG-21, aber auch für den Fliegerstammtisch", erzählt der Cämmerswalder: "Wir waren damals alle so beeindruckt, dass wir diese Begegnung erst viele Jahre später realisieren konnten."

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