Mühle in Heidersdorf soll abgerissen werden

Gemeinde will das Areal zunächst als Parkplatz nutzen

Heidersdorf.

Die ehemalige Mühle an der Mortelbachstraße im Heidersdorfer Ortsteil Niederseiffenbach ist marode. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigt sich deshalb der Gemeinderat mit dem geplanten Abriss des Gebäudes. Der Kauf der Immobilie sei so gut wie abgeschlossen. "Am 7. November steht der Termin beim Notar an, dann ist das Gebäude endgültig in kommunaler Hand", so Bürgermeister Andreas Börner (PBI). Der Kaufpreis beträgt einen symbolischen Euro.

Auf der Tagesordnung des Gremiums stand bereits jetzt ein Beschluss über ein sogenanntes Abfallkonzept. Dieses Gutachten sei notwendig, um später Fördermittel für den Abbruch beantragen zu können, teilte Andreas Börner den Räten mit. Gutachter würden die Gebäudesubstanz untersuchen und feststellen, welche Baumaterialien als belastet gelten und wie sie zu entsorgen sind. "Das umfasst nicht nur Asbestplatten, heute gilt auch verbautes Holz als belastet", so Andreas Börner.

Die Mitglieder des Gremiums fassten anschließend einstimmig den Beschluss, ein Freiberger Unternehmen mit der Aufstellung des Abfallkonzepts zu beauftragen. Die Kosten für das Vorhaben betragen rund 3500 Euro, davon entfallen 90 Prozent auf Fördermittel. Der Abriss der ehemaligen Mühle ist laut Andreas Börner dann für das Frühjahr 2020 geplant - vorausgesetzt, die nötigen Fördermittel sind bis dahin bewilligt.

Auch für die Nachnutzung des Grundstücks gibt es bereits Pläne. Andreas Börner geht davon aus, dass das Gelände nach dem Abriss mit einer zehnjährigen Bebauungssperre belegt wird. "In dieser Zeit können wir auf dem Areal ein Parkplatz einrichten", so der Ortschef. Dafür soll das Grundstück nicht versiegelt, sondern lediglich mit einem Schotterrasen gesichert werden. Vor allem die Besucher des nahegelegenen Sportplatzes würden somit eine Parkmöglichkeit bekommen, sagte der Heidersdorfer Bürgermeister. Nach Ablauf der Bebauungssperre sei es sinnvoll, das Gelände als Bauland auszuschreiben, so Börner. "Das Grundstück hat eine attraktive Lage im Ortszentrum und eine gute Anbindung. Es dürften sich schnell Interessenten finden."

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