Neue Studie zu «Böhmischem Nebel»: Noch keine Ergebnisse

Olbernhau/Dresden (dpa/sn) - Seit langem klagen die Menschen im Erzgebirge und Vogtland über eine spezielle Form von Umweltverschmutzung, den «Böhmischen Nebel». Ein neues Projekt namens «OdCom» soll seit Jahresbeginn den Zusammenhang zwischen Gestank und Beschwerden klären. «OdCom» - die Abkürzung steht für Objektivierung der Geruchsbeschwerden im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet - hat nach Abschluss der ersten Messperiode jedoch noch keine Ergebnisse gebracht. «Derzeit werden die Laboranalysen durchgeführt», sagte Karin Bernhardt vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) der Deutschen Presse-Agentur.

Die insgesamt sieben Projektpartner dokumentieren Geruchsbeschwerden und messen Luftschadstoffe. Zudem werden erstmals potenzielle Auswirkungen auf die Gesundheit erforscht. Als Ursache für den Geruch, der an faule Eier erinnert, gelten Schwefelverbindungen, sogenannte Mercaptane. Seinen Ursprung hat das Phänomen im nordböhmischen Industrierevier.

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