Neuer Ausschuss für Seiffener Museen

Die Besucherzahlen in den Einrichtungen sollen künftig wieder steigen. Ein eigens dazu gegründetes Gremium wird nun den Plan dazu ausarbeiten.

Seiffen.

Es geht um die Zukunft zweier Aushängeschilder des Spielzeugdorfes: Die beiden Museumsstandorte in Seiffen sollen ein neues Konzept erhalten, um mehr Besucher in die Einrichtungen zu locken. Darauf hatte sich der Gemeinderat bereits in einer Sitzung im zurückliegenden Jahr geeinigt, nachdem die FDP-Fraktion im Gremium einen entsprechenden Antrag eingebracht hatte.

In ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend haben die Seiffener Volksvertreter nun einstimmig die Gründung eines sogenannten Ad-hoc-Ausschusses beschlossen, der sich mit diesem Thema befassen soll. Dem neuen Gremium soll aus jeder Gemeinderatsfraktion ein Delegierter angehören. Für die CDU übernimmt Gerlinde Einbock diese Funktion, für die FDP Michael Bock. Die Wählervereinigung Feuerwehr schickt Marco Barthel in den neu gegründeten Ausschuss. Ebenfalls als dauerhafte Mitglieder wurden die Vorsitzende des Museumsfördervereins, Gabriele Wagner, sowie der dritte Vereinsvorsitzende, Tino Günther, berufen. Auf Nachfrage der FDP-Fraktionsvorsitzenden Carmen Günther bestätige Bürgermeister Martin Wittig (CDU), dass der neue Ausschuss auch Gäste einladen könne. Ausgeschlossen seien jedoch Mitarbeiter der Verwaltung.

Wo genau aus Sicht der Liberalen Handlungsbedarf herrscht, hatten die beiden FDP-Gemeinderäte Carmen Günther und Michael Bock bereits mit dem Einbringen ihres Antrages im Vorjahr erläutert. Grundsätzlich gelte es, die Museen im Ort zu erhalten. "Dazu müssen wir neue Wege finden und entscheiden, ob wir im Museum auf Tradition oder digitale Angebote setzen wollen", so Carmen Günther damals.

Michael Bock kritisierte am bisherigen Modell, dass viele andere Projekte in der Vergangenheit zurückgestellt worden sein, da das Geld stattdessen in die Museen floss: "Diese Quersubventionierung ist der falsche Weg; und wir sollten sie herunterfahren." Stattdessen müsse es künftig gelingen, "Wiederholungstätern" einen Grund zu geben, die Museen immer wieder zu besuchen, so der FDP-Mann.

Der Antrag hatte im Vorjahr für eine Diskussion im Seiffener Gemeinderat gesorgt. Denn mit dem Erhalt der Museen im Ort ist derzeit auch ein Seiffener Alleinstellungsmerkmal verbunden. Die Gemeinde beschäftigt dort zwei Reifendrehmeister. Der Traditionsberuf wird derzeit nicht mehr ausgebildet. Mehrere Gemeinderäte hatten sich deshalb für einen Erhalt der Reifendreher im Ort ausgesprochen.

Im Ad-hoc-Ausschuss soll nun bis Ende des Jahres ein neues Konzept für Freilicht- und Spielzeugmuseum ausgearbeitet werden. Außerdem bekommt das neue Gremium noch ein weitere Aufgabe. Schon in der Sitzung des zurückliegenden Jahres hatte Bürgermeister Martin Wittig (CDU) darauf hingewiesen, dass auch das Tourismuskonzept der Kommune in die Jahre gekommen ist und einer Überarbeitung bedarf. Auch diese Aufgabe wurde dem neuen Ausschuss zugewiesen.

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