Nussknacker Wilhelm geht jetzt unter die Helfer

Auf den Reisenussknacker Wilhelm kommen zwei Premieren zu. In den vergangenen beiden Jahren hat er mehr als 20 Länder gesehen.

Seiffen.

Seit zwei Jahren reist ein kleiner Nussknacker aus dem Erzgebirge durch die Welt - stets im Gepäck von Menschen, denen Erschaffer Markus Füchtner aus Seiffen seinen Liebling anvertraut. Wilhelm heißt die Holzfigur, und sie hat schon einiges gesehen: das Nordkap etwa, Südamerika, die Südsee, Israel, beinahe ganz Europa, die Olympischen Spiele in Südkorea und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Am kommenden Montag nun wird Wilhelm erstmals nach Afrika reisen: nach Uganda. Die erzgebirgische Miniatur fliegt mit dem Amali-Verein aus Grünbach im Vogtland in die Kitokolo-Region. Dort leistet die Interessengemeinschaft Entwicklungshilfe, indem ihre Mitglieder unter anderem Bildungseinrichtungen bauen.

Sven Kummer vom Verein hat vergangenes Jahr zu Weihnachten die Füchtner-Manufaktur, Wilhelms Geburtshaus, besucht. Er fand, mit dem kleinen Nussknacker könnte er den Menschen vor Ort in Afrika berichten, wie im Erzgebirge Weihnachten gefeiert wird.

Mit der Idee rannte er bei den beiden Schöpfern der Figur, Ronny Hoyer und Markus Füchtner, offene Türen ein. Schließlich ist der Nussknacker bislang noch nie in Afrika gewesen. Eine weitere Premiere findet sich in einer Spendenaktion wieder, die mit dieser Reise gekoppelt ist. "Unser Wilhelm soll nicht nur reisen, sondern etwas reißen", erklärt Ronny Hoyer. Gemeinsam mit Markus Füchtner hofft er auf viele Spenden zugunsten der Arbeiten des Amali-Vereins in Uganda. "Damit würde Wilhelm auch etwas Gutes tun und Menschen helfen", so Markus Füchtner. Die Aktion läuft unter dem Titel "Wilhelf", der unbedingt im Verwendungszweck des Spendenauftrags stehen sollte. Dass dem ersten Spendenaufruf irgendwann weitere folgen, schließen die beiden nicht aus. Ideen dazu haben sie bereits mehrere. Diese müssen jedoch noch reifen.

Den bisherigen Verlauf von Wilhelms Reisen bezeichnen Ronny Hoyer und Markus Füchtner als sehr erfolgreich. Mehr als 20 Länder hat er schon besucht, und mittlerweile sind auch kleinere Gebrauchsspuren zu verzeichnen. So fehlt ein Fuß. "Den hat er im Footballstadion von New Orleans verloren", erzählt Ronny Hoyer. Repariert oder aufgefrischt werden soll Wilhelm nicht. "Er bleibt ein Unikat", betont Markus Füchtner. In vielen Anfragen wurde er schon gebeten, weitere Exemplare herzustellen. Das kommt aber nicht in Frage. "Er würde seine Einzigartigkeit verlieren, und das wollen wir einfach nicht", so der Seiffener.

Spendenkonto: Amali-Verein, Konto Nummer: 3608001700, Bankleitzahl: 87058000 bei der Sparkasse Vogtland, Verwendungszweck: Wilhelf.

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