Oase der Entspannung mit Leben erfüllt

Gartenmeisterschaft: Lydia Stephanie investiert viel Zeit in die Pflege ihres Gartens. Und sie lässt sich stets was Neues für ihren Rückzugsort einfallen.

Oberseiffenbach.

Neun Jahre ist es her, dass Lydia Stephani die Gartenmeisterschaft gewann. Sie hatte gemeinsam mit Familienmitgliedern eine Wiese auf dem Grundstück in Oberseiffenbach in einen rund 250 Quadratmeter großen Garten verwandelt. In diesen investiert sie seither jede Menge Pflege und viel Mühe und bewirbt sich damit wieder beim Wettbewerb von "Freie Presse" und Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Im Laufe der Jahre entstanden unter anderem ein Insektenhotel und auch ein kleiner Teich samt Springbrunnen. "Ich liebe es, die Natur zu beobachten und an der frischen Luft zu arbeiten. Den Garten nutze ich aber auch zur Entspannung", sagt Lydia Stephani. Auch Beete finden sich dort, die nach Jahreszeiten geordnet mit Blumen und Stauden bepflanzt sind und so das ganze Jahr über für ein buntes Blütenmeer sorgen. Zahlreiche Beerensträucher versorgen die Familie mit roten und schwarzen Johannisbeere, mit Heidel- und auch Stachelbeeren. "Was mir aber bisher im Garten gefehlt hat, sind Tiere", sagt Lydia Stephani, die mit Kleintieren aufgewachsen ist, die ihr Opa gezüchtet hat. "Er hatte Hühner, Tauben, Enten und Hasen. Es war immer was los bei Opa", erinnert sie sich.

Im Frühjahr habe sie daher den Entschluss gefasst, den Garten noch lebendiger zu machen. Von Bekannten bekam sie zwei Stämme Hühner geschenkt. "Ein Stamm sind fünf Legehennen und ein Hahn", sagt Lydia Stephani, die zusätzlich sieben Italiener-Hühner kaufte. Da alle ordentlich untergebracht werden sollten, entstand im Garten mit Hilfe von Familie, Freunden und Bekannten ein Hühnerstall. "Besucher haben schon von einer Hühnervilla gesprochen", sagt Lydia Stephani beim Blick auf das wärmegedämmte Holzhaus.

Nach etwa einem halben Jahr möchte sie die Tiere nicht mehr missen: "Der Garten hat gewonnen, ist noch lebendiger geworden. Was ich nicht für möglich gehalten habe: Jedes Huhn ist anders, hat seine Eigenheiten. Eins will gefüttert werden, ein anderes will spazieren gehen." Die Hühner lässt die junge Frau nicht nur im Garten, sondern auf dem gesamten, etwa zwei Hektar großen Gelände frei laufen. Ein Nebeneffekt der Hühnerhaltung: Eier. "Durchschnittlich 7 bis 8 täglich", sagt Lydia Stephani. Die Eier behält sie aber nicht alle selbst. Einige der Hühner haben Paten. "Sie bringen Futter und besuchen die Hühner hin- und wieder. Im Gegenzug bekommen sie Eier", sagt die Hobby-Gärtnerin, die nach dem Einzug der Hühner im Mai kurzerhand noch einige Kaninchen und Hasen im Garten einquartierte.

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