Offenbar Brandstiftung: Scheune in Pfaffroda brennt völlig aus

Fünf Wehren haben das Feuer nach nur wenigen Stunden unter Kontrolle gebracht und gelöscht - trotz einer größeren Herausforderung.

Pfaffroda.

Zu einem Großbrand kam es in der Nacht zu Mittwoch im Olbernhauer Ortsteil Pfaffroda. Dort hat eine Scheune an der Straße Am Schloßberg in Flammen gestanden. 23.14 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Wehren aus Pfaffroda, Olbernhau, Dittmannsdorf, Dörnthal und Schönfeld waren daraufhin mit rund 80 Mann im Einsatz und konnten den Brand unter Kontrolle bringen und löschen. Die Scheune ist komplett zerstört worden. Verletzt wurde jedoch niemand.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Nach ersten Ermittlungen sei eine Selbstentzündung beziehungsweise ein technischer Defekt als Brandursache auszuschließen, eilten die Beamten am Donnerstagmittag mit.

Laut Falk Lenuweit, Leiter der Schönfelder Feuerwehr und während des Scheunenbrandes Einsatzleiter vor Ort, habe die knapp 20 Meter lange und fünf Meter breite Scheune beim Eintreffen der Einsatzkräfte schon vollkommen in Flammen gestanden. In dem Gebäude waren Strohballen und Späne gelagert - offenbar der Grund dafür, dass das Feuer rasch aufloderte. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit habe das Feuer zudem kurz davor gestanden, auf angrenzende Wiesenflächen und Bäume im Umfeld der Scheune überzugreifen. Laut Lenuweit haben die Einsatzkräfte eine weitere Ausbreitung des Brandes jedoch verhindern können.

Das Pfaffrodaer Schloss sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, wie der Einsatzleiter erklärt. Dieses befindet sich in unmittelbarere Nähe zur Brandstelle. "Die Windrichtung war günstig - weg vom Schloss", so Lenuweit.

Auch zwei Häuser neben der Scheune seien aus diesem Grund unbeschadet geblieben. Nach knapp drei Stunden war der Einsatz beendet. Im Anschluss sei noch eine Nachkontrolle erfolgt, bei der aber keine Glutreste mehr festgestellt wurden.

Obwohl die Feuerwehr den Brand innerhalb nur weniger Stunden im Griff hatte, waren die Löscharbeiten Einsatzleiter Lenuweit zufolge nicht einfach. Demnach haben die Feuerwehrleute das Löschwasser aus dem nahegelegenen Hofteich entnommen. Den Wasserzufluss mussten die Einsatzkräfte dafür allerdings über eine Strecke von knapp 200 Metern aufbauen. Der Zugang war nicht einfach gewesen, da die Wasserschläuche entlang der Straße und um Kurven gelegt werden mussten.

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