Olbernhau erhält Gelder in Millionen-Höhe

Vom Medizinischen Versorgungszentrum bis zum Schloss Pfaffroda: In der Stadt wird kräftig investiert - und das nicht nur im kommenden Jahr.

Olbernhau.

Lange hat es lediglich mündliche Zusagen gegeben, nun kann der Olbernhauer Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) aufatmen. Die Stadt erhält für ihren Ortsteil Pfaffroda Fördermittel und darf sich über weitere Zuschüsse für das Olbernhauer Zentrum freuen. Volumen: zwei Millionen Euro für 2019. Die Investitionen fallen jedoch viel höher aus.

Günther Schneider, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium des Innern, übergab gestern im Olbernhauer Rathaus die Bescheide. Sie umfassen nur die Zuschüsse des Bundes und des Freistaates. Da es sich bei dem Programm "Stadtumbau" um eine gemeinsame Finanzierung handelt, kommt noch der Anteil der Stadt hinzu. So werden aus zwei Millionen Euro drei. Zudem investieren die jeweiligen Projektverantwortlichen Eigenmittel. Und dabei bleibt es nicht. In den kommenden Jahren gibt es weiteres Geld. So soll die Höhe der Gesamtausgaben für beide Gebiete auf geschätzte 27 Millionen Euro wachsen.

Unter anderem hob Günther Schneider das neue Medizinische Versorgungszentrum hervor, das im Olbernhauer Zentrum entsteht und möglichst Ende 2020 eröffnet werden soll. "Etwas Besseres kann der Stadt gar nicht passieren", sagte er. Weiteres wichtiges Projekt: der Anbau an die Goethe-Grundschule. In Pfaffroda werden das Schloss saniert und ein modernes Feuer- wehrgerätehaus verwirklicht. Pri- vate Hausbesitzer können ebenfalls mitunter von dem Geld profitie- ren.

"Für mich ist das eine besondere Herausforderung gewesen", so Hau-stein. Er habe sich zwei Jahre lang ins Zeug gelegt, damit es Geld gibt. Vor allem das Pfaffrodaer Fördergebiet brachte Ungewissheiten mit sich. Der Bürgermeister hoffte auf eine Ausnahme. "Denn ursprünglich hieß es, dass keine neuen Gebiete eingerichtet werden." Weil noch Mittel übrig waren, zeichnete sich ein erfolgreicher Ausgang ab.

Freude auch bei Joachim Diener von Schönberg. Gemeinsam mit seinem Bruder will er das Schloss auf Vordermann bringen und eine Akademie für privaten Forst einrichten. Zudem wollen sie unter anderem mit Hochzeiten und Gastronomie den Mauern wieder Leben einhauchen. "Dass es die Mittel gibt, finden wir fantastisch", sagte er. Sie seien gut investiert. Wie groß das Interesse sei, habe sich erst im Sommer gezeigt, als "Freie Presse" mit der Familie von Schönberg im Rahmen von "Unentdeckte Orte" ins Schloss einlud. Rund 3000 Menschen ließen sich dies nicht entgehen.

Stadtrat Michael Rudolph (Freie Bürger) freut sich ebenfalls: Das Zusammengehen von Olbernhau und Pfaffroda sei angesichts der Investitionen der richtige Schritt gewesen.

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