Olbernhau präzisiert Pläne zu Park und Parkplatz

Für das Gelände der einstigen Hüttengärtnerei gibt es eine Reihe an Ideen

Olbernhau.

Die Stadt Olbernhau will das als Welterbe ausgezeichnete Saigerhütten-Gelände in den kommenden Jahren verstärkt zu einem touristischen Anziehungspunkt ausbauen und dabei das Umfeld einbeziehen. Ein wichtiger Teil des Konzeptes ist das angrenzende Areal der Hüttengärtnerei. Es bietet aufgrund des Umfangs die Möglichkeit, Parkplätze für Gäste zu schaffen. Doch es ist noch mehr geplant: Seitens der Stadt ist eine Parkanlage vorgesehen, die sich an dem historischen Vorbild orientiert.

Olbernhau liegt eine Landkarte aus der Zeit zwischen den Jahren 1780 und 1806 vor. Sie stammt aus dem "Berliner Meilenblatt". Das Besondere: Die rund 200 Jahre alte Karte zeigt, wie das Gelände einst aussah. So ist ein Park zu sehen. Er umfasst ein Rondell mit vier angrenzenden rechteckigen Flächen. Nach diesem historischen Vorbild könnte ein Bereich angelegt werden, der der Erholung diene, erklärte Bauamtsleiter Stefan Procksch. Er hatte die Idee bereits im Technischen Ausschuss vorgestellt.

Der Amtsleiter konnte auch Näheres zu dem geplanten Parkplatz sagen, der ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Hüttengärtnerei entstehen soll. Die jetzigen Stellflächen an der Rothenthaler Straße sind aufgrund der Entfernung ungünstig gelegen. Dank der Verlagerung ist die Welterbestätte Saigerhütte in Zukunft leichter erreichbar. Dies kommt auch Menschen entgegen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Reichlich 90 Stellflächen sind laut Stefan Procksch geplant.

Auf der frei werdenden Fläche an der Rothenthaler Straße könnte wiederum ein neues Hotel entstehen. Olbernhau hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, dass nach einem Investor gesucht werden soll. Die Stadt habe einen Bedarf an zusätzlichen Betten, betonte Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) damals. Inzwischen wurde Kontakt zu infrage kommenden Investoren aufgenommen.

Olbernhau hatte das Gelände der Hüttengärtnerei vor rund drei Jahren erworben. Der einstige Inhaber führte den Betrieb nicht weiter, aus diesem Grund standen die rund 8600 Quadratmeter zum Verkauf. Die Stadt ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und zahlte damals laut Heinz-Peter Haustein 190.000 Euro. Für den nötigen Gebäudeabriss fallen laut Stadt Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich an. Es sollen nach Möglichkeit nicht nur Eigenmittel, sondern auch Fördergelder genutzt werden.


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