Olbernhauer Bauamt darf sich personell verstärken

Stadträte zunächst uneins über die Dauer des Arbeitsvertrages

Olbernhau.

Die Stadt Olbernhau schichtet personell um, um künftig die Aufgaben in der Verwaltung besser bewältigen zu können. Während des Stadtrates wurde sich darauf verständigt, dass eine neue Stelle geschaffen wird und eine andere dafür wegfällt. Ein Bauingenieur mit dem Aufgabenfeld Hoch- und Tiefbau soll eingestellt werden. Im Gegenzug wird eine Stelle im Bereich Gewerbe- und Marktwesen nicht wieder besetzt. Die Verantwortliche geht in den Ruhestand. Ihre bisherigen Aufgaben sollen von anderen Ämtern übernommen werden.

Unter den Stadträten hatte es im Vorfeld der Entscheidung unterschiedliche Meinungen hinsichtlich der Frage gegeben, ob die Stelle des Bauingenieurs zunächst auf drei Jahre befristet werden soll. Dafür setzte sich die CDU-Fraktion ein. Zwar gebe es im Augenblick in der Stadt viele Baumaßnahmen. Jedoch sei offen, ob dies in einiger Zeit noch immer der Fall ist, erklärte der Fraktionsvorsitzende Guido Kolberg.

Das Bauamt habe in den vergangenen Jahren zahlreiche zusätzliche Aufgaben übernommen, argumentierte Amtsleiter Stefan Procksch für die Stelle des Bauingenieurs. Jüngstes Beispiel: die Erneuerung der Hauptstraße in Blumenau, die derzeit von der Stadt vorbereitet wird. Aber auch der fortschreitende Ausbau der Freiberger Straße in Pfaffroda binde einige Arbeitskraft. Die Infrastruktur im neuen Ortsteil sei in einem vergleichsweise schlechten Zustand. Im Zuge der Eingliederung von Pfaffroda nach Olbernhau sei das Bauamt das einzige Amt gewesen, das kein zusätzliches Personal aus Pfaffroda erhalten habe, heißt es in der Beschlussvorlage.

Rat Hartmut Tanneberger (SPD) sprach sich dafür aus, dass das Bauamt künftig verstärkt kleinere Planungsleistungen selbst erledigt. So lasse sich Geld einsparen und eine unbefristete Stelle rechtfertigen, betonte er. Tanneberger sagte zum Vorstoß von Guido Kolberg: "Wenn wir die Stelle befristen, werden wir keine guten qualifizierten Bewerber finden." Er zielte damit auf den Fachkräftemangel ab. Andere Stadträte pflichteten ihm bei. Kurz darauf wurde die Sitzung unterbrochen, die CDU-Fraktion beriet sich, und sah von ihrem Antrag ab.

Die Verwaltung will nun möglichst schnell geeignete Bewerber finden. Zum 1. April 2019 soll die Stelle besetzt werden.

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