Parkfläche an Olbernhauer Saigerhütte wird verkauft

Bedenken wegen Antrages auf Welterbe - Ausschuss stimmt dennoch zu

Olbernhau.

Das Erzgebirge will Welterbe werden. Schon jetzt bereiten sich die beteiligten Orte der Region auf den Titel vor - auch Olbernhau. Dort ist der Denkmalkomplex Saigerhütte Teil des Antrages. Steigende Gästezahlen, nötig werdende Umgestaltungen - noch ist unklar, was genau auf die Stadt zukommt. Entsprechend schwer hat sie sich bislang mit dem Verkauf eines angrenzenden Parkplatzes mit 16 Stellflächen getan. Nun stimmte der Verwaltungsausschuss jedoch zu.

Neuer Eigentümer der Fläche wird Markus Gorny. Er ist Inhaber des Hotels Saigerhütte, das sich auf dem historischen Gelände befindet. Er sitzt zudem im Stadtrat und ist Mitglied des Verwaltungsausschusses. Während 14 der 16 Parkplätze von seinen Hotelgästen genutzt werden, sind die anderen beiden mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge versehen und öffentlich. Markus Gorny hatte vor Monaten einen Kaufantrag gestellt, über den bislang nicht entschieden wurde.

Auch während des Verwaltungsausschusses wurde um eine Klärung der Angelegenheit gerungen. Stadtrat Dieter Leistner (CDU) fragte, ob es sinnvoll sei, schon jetzt Gespräche wegen eines Verkaufs zu führen. Spätestens Anfang Juli soll sich in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku entscheiden, ob die Montanregion Erzgebirge Welterbe wird. Im Falle eines Verkaufs habe die Stadt auf die Fläche keinen Zugriff mehr, pflichteten andere Räte bei. Darüber hinaus wollen sie sicherstellen, dass die beiden Ladesäulen öffentlich zugänglich bleiben.

Er zahle jedes Jahr eine Miete in Höhe von mehr als 1600 Euro, betonte Markus Gorny auf Nachfrage, obwohl ihm vor Jahren ein Kauf in Aussicht gestellt worden sei. Einst war die Fläche mit Fördermitteln neugestaltet worden. Wegen damit verbundener Bestimmungen war anfangs ein Wechsel des Eigentümers nicht möglich.

Auch Hauptamtsleiterin Gabriele Lorenz setzte sich im Ausschuss für eine schnelle Klärung ein. "Wir müssen das jetzt zum Abschluss bringen. Entweder Ja oder Nein", sprach sie sich gegen einen weiteren Aufschub aus. So kam es zur Abstimmung, an der sich Gorny wegen Befangenheit nicht beteiligte. Die Mehrheit der Räte sprach sich für den Verkauf aus. Ein Gutachter soll nun den Preis festlegen. Gorny sagte auf Nachfrage zu, dass die mit Ladesäulen versehenen Parkplätze zugänglich bleiben.

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