Pfaffenhainer Länge wird nur teilweise saniert

Das Landesverkehrsamt erneuert ab Ende April die Fahrbahn. Nun steht fest: Ein Abschnitt in Jahnsdorf wird ausgelassen.

Jahnsdorf.

Wenn ab Ende April die Staatsstraße S 258 zwischen Niederdorf und Chemnitz saniert wird, lassen die Bauarbeiter den Abschnitt zwischen dem Bahnübergang in Pfaffenhain und der Ampelkreuzung in Leukersdorf aus. Das bestätigte nun Isabel Pfeiffer, eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Zum Bedauern von Bürgermeister Albrecht Spindler, der schon vor Wochen der Meinung war: Bei einer Sanierung der Staatsstraße hätte auch dieser Abschnitt in seiner Gemeinde eine Auffrischung verdient. Auf die Frage, warum die Strecke außen vor bleibt, schrieb Pfeiffer: "Grundsätzlich wird auf der gesamten Strecke die Fahrbahn so instandgesetzt, wie es im Rahmen der Abstufung von der Bundes- zur Staatsstraße vom Bund akzeptiert wurde und von diesem finanziert wird."

Mit anderen Worten: Es geht ums Geld. Hinzu kommt laut Pfeiffer, dass der Zweckverband Wasserwerke eine Entwässerungsanlage in Pfaffenhain baut. Der Verkehr wird zurzeit weiträumig umgeleitet. Das Lasuv saniert ansonsten die gesamte Strecke von Autobahnauffahrt Stollberg-Nord in Niederdorf bis zum Ortsteingang Chemnitz. Die Asphaltdecke wird ausgetauscht, eine Umleitung führt laut Plan von Niederwürschnitz über Bernsdorf, Chemnitz nach Neukirchen. Details zum Ablauf werden bald bekanntgegeben.

Obwohl die Staatsstraße auf weiten Strecken in moderatem Zustand zu sein scheint, muss die Fahrbahn aus rechtlichen Gründen erneuert werden. Vor ein paar Jahren hatte es sich noch um eine Bundesstraße gehandelt, die den Fernverkehr aufnehmen sollte. Da diese Funktion weitgehend von der Autobahn 72 erfüllt wurde, stufte man die Bundesstraße zu einer Staatsstraße herab. Nach so einer Abstufung von Straßen besteht die sogenannte Einstandspflicht: Der vorherige Träger - in diesem Fall der Bund - muss offene Sanierungsmaßnahmen erledigen. Die Kosten für die Erneuerung der S 258 betragen 900.000 Euro. Der Bund zahlt, der Freistaat baut.


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